Fassadengruen
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Tafeltraube "Mitschurinski"

Der Wert von "Mitschurinski" liegt in der sehr hohen Frostfestigkeit für ausgesprochen kalte Landstriche. Gehört zur Frost-Kollektion. Die Tafeltrauben-Sorte neigt jedoch zum "Verrieseln" und ist an Fassaden etwas anfällig für Mehltau. Eine Alternative kann "Regent" sein.

zum Shop / Preis Pflanze im 3 L Topf

(Züchtung aus der ehemaligen Sowjetunion s. unten)

Rebsorte "Mitschurinski" an einer Mauer, 10-Cent-Stück zum Größenvergleich
Rebsorte "Mitschurinski" an einer Mauer, 10-Cent-Stück zum Größenvergleich

Verfügbarkeit

Von "Mitschurinski" ist derzeit nur eine geringe Menge verfügbar (Rarität). Wir produzieren diese Pflanze “wurzelecht”, also ohne Veredelungsunterlage. Das bedeutet, dass die extrem hohe Frosthärte im Boden nicht durch eine geringere Frosthärte einer “Unterlage” geschwächt wird. Dies ist gerade in der Startphase wichtig, wo die Wurzeln noch nicht tief herunter gehen und voll den härtesten Bodenfrösten ausgesetzt sind.

Charakter

"Mitschurinski" wurde in der ehemaligen Sowjetunion als Tafeltraube für kalte Landstriche gezüchtet und in Anlehnung an den berühmten russische Züchter Mitschurin benannt. Sie entstand durch Kreuzung eines Pollengemisches mitteleuropäischer Reben, u. a. wohl "Muskattrollinger" mit der hoch frostfesten Amurrebe "Vitis amurensis" und erlangte vormals in Ostdeutschland eine gewisse Verbreitung. Die Weinrebe ist nur mittelmäßig pilztolerant, besonders nahe Weinbaugegenden (Befallsdruck) gefährdet für Echten Mehltau. Ihr Wert liegt in der kurzen Vegetationszeit, der damit verbundenen sehr frühen Reife und der sehr hohen Frosthärte (bis - 35 Grad!), von daher ist sie geeignet für benachteiligte Standorte wie Mittelgebirgslagen. Im Flachland sind andere, hier beschriebene Sorten vorzuziehen. Freier Stand bis ca. 400 m Höhe, bis ca. 700 m Höhe nur noch an sonnige, geschützte Wände pflanzen. In abgeschlossenen Tälern  (Kaltluft-Seen) spätfrostgefährdet, an windigen Standorten blüh- und verrieselungsanfällig. Blätter mit Gelbfärbung ab Spätsommer. Mittlerer, aber gleichmäßiger Ertrag.

Trauben

Ab 2. oder 3. Jahr, 15 bis 25 cm lang, typisch rötliches Stielgerüst, lockerbeerig, bedingt transport- und lagerfähig, einzelne Beeren bleiben aufgrund der Verrieselung klein und grün.

Beeren

Ab Mittsommer blau ausfärbend, platzfest, 1,0 bis 1,8 cm, kräftige Beerenschale, Geschmack mild und neutral, wenig säuerlich, fruchtig-süß, geringe Wespenanfälligkeit wegen kräftiger Schale, die aber beim Fruchtgenuß wenig stört.

Genußreife

Früh bis sehr früh, im Flachland etwa August, Mittelgebirge September.