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Fassadenbegrünung in Leipzig - Stadtzentrum

Innerhalb der Stadtmauern gab es allerhand Begrünungen, vor allem wohl mit Traubenwein. Begrünt wurde dort, wo außerhalb der engen Gassen Licht und Wärme hinkam, also an Plätzen wie Markt, Thomas-, Nikolai- und Paulinerkirchhof, in den Höfen sowie an den Rändern der Stadt. Dazu gibt es hier, auf dieser Seite, historische Anichten. Doch auch in allen anderen Stadtbezirken gab es grüne Wände! Bitte beachten Sie die Quellenangaben unter vielen Bildern.

Uralte (dicke!) Weinstöcke im Hof des "Paulinums" hinter der Uni-Kirche
Uralte (dicke!) Weinstöcke im Hof des "Paulinums" hinter der Uni-Kirche, um 1860, Quelle 03

Was ist das Leipziger "Stadtzentrum"?

Es handelt sich um ein winzig kleines Gebiet innerhalb der heutigen Stadtgrenzen, und zwar ist es die ursprüngliche, mittelalterliche Stadt, gerade mal ca. 800 m x 600 m (roter Punkt in der Mitte der Skizze). Der Mittelpunkt dieses Gebietes und damit auch der heutigen Stadt Leipzig ist wiederum der Markt.

Weinstöcke am Markt und ringsherum

Ja, mitten am Marktplatz hatte und hat Leipzig einen Weinstock, auf der Nordseite, an einer sonnigen Südwand, Sorte "Silvaner". Heut steht er unter Natuschutz und wird vom "Marktwinzer" betreut. Ein gleichnamiges Restaurant befindet sich im Gemäuer dahinter. Der Rebstock ist über 100 Jahre alt, sah früher aber eher kläglich aus. Immer war er im Wege, entweder einem darüberliegenden Werbe-Schriftzug oder dem Sonnenschutz des dort gerade ansässigen Geschäftes. Ganz anders als in vielen Städten wurde der Weinstock deshalb klein gehalten. Aber auch ringsherum sind viele Begrünungen nachweisbar, vor allem mit Reben...

Weinstock am Leipziger Markt, ca. 1920
Weinstock am Leipziger Markt, ca. 1920

Begrünungen mitten im alten Stadtzentrum

Markt, Thomaskirche, Nikolaikirche, Paulinerkirche u.a..

Weinstock am Haus Markt 7, ca. 1930, Quelle 3
Weinstock am Markt, Detail zum Foto zuvor, Quelle 3
Blick auf die Nordseite des Leipziger Marktes, mit vermutlich zwei Weinstöcken an der sonnigen Südwand im Erdgeschoss, um 1840, Quelle 3
Zwei Weinstöcke am Leipziger Markt? Detail zum Bild zuvor, Quelle 3
Wandbegrünung an der Alten Nikolaischule am Nikolaikirchhof, wahrscheinlich Weinreben, ca. 16. / 17. Jahrhundert, Foto von "Photohaus Beeze" ca. 1944 von einem Kupferstich von Andreas Bretschneider, Quelle 02
Weinreben im Hof des Paulinums an der verlängerten Rückseite der Paulinerkirche, ca. 1850
Weinstöcke im Hof des Paulinums, ca. 1850, Quelle 11
Weinstöcke im Hof des Paulinums, vermutlich eine  colorierte Federzeichnung nach Fotografie zuvor, ca. 1850, Quelle 3
Begrünung am Paulinum, Detail aus der Federzeichnung vom Bild zuvor
Paulinum auf der Innenseite des Innenstadt-Ringes, Westseite mit Begrünung im Erdgeschoss, vermutlich Weinreben an hölzernem Spaliergitter. Quelle 11
Weinreben mit Schutzgittern an den Südwänden am Thomaskirchhof (rechts im Bild), ca. 1750, Quelle 3
Weinreben am Thomaskirchhof - Detail zum Bild zuvor, Quelle 3
Kleines Haus in der Universitätsstraße mit altem Spalier, das daneben errichtete, hohe "Konservatorium" spendet zuviel Schatten, so dass am Spalier keine echter Wein mehr ist. Ca. 1890, Quelle 3
Kleines Haus mit Spalier am "Konservatorium", Detail zum Bild zuvor, Quelle 3
Begrünungen im Hof der alten "juristischen Fakultät", u. a. vermutlich Weinreben, Bereich Schlossgasse / Petersstraße um 1860, Quelle 3
"Thüringer Hof im Maienschmuck", Burgstraße, ca. 1926, nur eine vorübergehende Begrünung siehe nächstes Foto!
Vorübergehende Begrünung am Thüringer Hof / Burgstraße mit hingestellten Birken-Stämmen - ein alter Pfingst-Brauch, Quelle 11
Schlossgasse 15, Selliers Haus mit Wein-Pergola, ca. 1870, Quelle 11
Pergola mit Weinreben an Selliers Haus, Rückseite Schlossgasse 15, Wallgraben zur Pleißenburg, ca. 1890, Quelle 11
Zwei Weinstöcke im Hof der ehemaligen Pleißenburg, ca. 1900, Quelle 11
Kleines Weinspalier am Latrinenturm der "Kaserne A" der Pleißenburg, ca. 1900, Quelle 3
Pleißenburg, Detail zum Foto zuvor, Quelle 3
Holzspaliere in der Theater-Gasse (heute Richard-Wagner-Platz) um 1900, Quelle 3
Zweiter Hof des "Alten Georgenhauses" am Brühl mit kleinen Spalierbäumen,, vor dem Abbruch 1871, Quelle 3
Georgenhaus am Brühl, Detail zum Bild zuvor, Weinrebe und unbekannter Spalierbaum, Quelle 3
Georgenhaus am Brühl, noch ein Detail zum vorletzten Bild: Topfpflanzen, Weinrebe mit Schutzgitter und unbekannte Spalierbäume, Quelle 3
 
 
 

Begrünungen am östlichen City-Rand

Hier geht es vor allem um das "Neue Theater" ab 1868 (heutige Oper) und die Außenwand des Paulinums bis ca. 1890.

Pergolen-ähnliche Begrünung mit Wein an der Vorderseite des neuen Theaters um 1890, gheutige Oper am Augustusplatz, Quelle 3
Detail zum Foto zuvor, Quelle 3
Vorübergehende Begrünung (Festschmuck) zum Universitäts-Jubiläum 1909, Neues Theater (heutige Oper), Quelle 11
Festschmuck mit vorübergehender Efeu-Begrünung o. ä. 1913 zur Einweihung des Völkerschlachtdenkmals, Neues Theater (heutige Oper), Quelle 11
Rückfront des "Neuen Theater" mit Pergolen, Schwanenteich, um 1870, Quelle 11
Rückfront des "Neuen Theaters" am Augustusplatz mit begrünten Pergolen, im Vordergrund der "Schwanenteich", ca. 1890, Quelle 3
Pergolen mit Weinreben an der Rückseite des "Neuen Theaters", ca. 1930, Quelle 3
Mauer mit Ziegelstein-Muster in Rautenform am Paulinum / Augustusplatz, vor 1830
Das "Alte Paulinum" am östlichen Ring Leipzigs von außen, die Rauten-Struktur mit Kletterpflanzen bewachsen, ca. 1830. Quelle 11
Paulinum um 1830 - Die Wandfläche über der Rauten-Struktur könnte bis unterhalb des Schmuck-Simmses begrünt sein...
Auf diesem Gemälde von ca. 1850 wird die Wand des Paulinums als bewachsen bis zur Dachkante dargestellt. Leipzigs größte Fassadenbegrünung im 19. Jahrhundert?
 

Begrünungen am südlichen City-Rand

Weinspaliere gab es hier am ehemaligen Moritzdamm (heute Schillerstraße) und an den Mauern der Pleißenburg (heute Neues Rathaus).

Blick vom heutigen Eingang der Moritzbastei nach Westen zum Turm der Pleißenburg, heute Neues Rathaus, rechts im Bild der damalige "Moritzdamm" mit begrünten Häusern. Um 1850. Quelle 3
Detail zum Bild zuvor - begrünte Häuser am Moritzdamm um 1850, Quelle 3
Vermutliches Weinspalier am Moritzdamm / heutige Schillerstraße, ca. 1857
Vermutliches Holzspalier am Grunde des Moritzdammes (heute Grünanlage vor der Schillerstraße), oben begrünte Häuserzeile
Moritzdamm, Blick zur Thomaskirche, dieselbe Häuserzeile wie vom Bild zuvor, links vermutlich Weinspaliere, ca. 1850, Quelle 3
Spaliere am Sockel der Pleißenburg, ca. 1850, Quelle 3
Südost-Ecke der Pleissenburg um 1870, bewachsene Spaliere an mehreren Stellen, Quelle 3
Pleissenburg mit Bewuchs, vermutlich Weinspaliere, Detail aus dem Foto zuvor, Quelle 3
Lange Spalierwand (mit Reben oder Spalierobst?) an der Südkante des Rentamtes der früheren Pleißenburg, heute steht hier die "Deutsche Bank", Quelle 11
 
 
 

Begrünungen am westlichen City-Rand

Hier gab es Rebenspaliere in der Schulstraße, am alten Pfarrhaus von Skt. Thomas und dem sich anschließenden "Töpfermarkt". Für den äußeren Nord-Rand des alten Leipzig sind hingegen Begrünungen nicht nachweisbar.

Die Ratsfreischule zwischen Pleißenburg und Thomaskirche, mit teilweise begrünter Erdgeschoss-Zone, vermutlich Reben, um 1850, Quelle 11
Holzspalier (für Wein?) an der "Alten Superindentantur" der Thomaskirche, vor 1902, Quelle 3
Detail zum Foto zuvor, Quelle 3
Die "Barfuß-Pforte" nördlich der Thomaskirche um 1850, links im Bild eine begrünte Erdgeschoss-Zone, Quelle 11
Leipzig, Töpferplatz am nordwestlichen Ring, Begrünungen in der Erdgeschosszone der Häuser, Quelle 3
Detail zum Foto zuvor, vermutlich ein Weinspalier, Quelle 3
Ein weiteres Detail aus der großen Ansicht, vermutlich Weinreben rechts und links einer Eingangstüre, Quelle 3