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Fassadenbegrünung in der Stadt Leipzig

Innerhalb der Stadtmauern gab es nur in den Klostergärten einige Wandbegrünungen, dann wohl mit Traubenwein. Am Marktplatz stand und steht ein Weinstock, am Thomaskirchhof standen ebenfalls Exemplare, jener am Nikolaikirchhof wurde hingegen erst nach 1990 gesetzt. Die vielen dörflich geprägten Vororte, die ab ca. 1900 eingemeindet wurden, waren früher voller Weinspaliere s. Titelfoto. Dort, wo die Urbanisierung ab ca. 1850 nicht zu dicht erfolgte, wurden auch Weinspaliere in den Höfen angelegt s. Bornaische Straße.

Schillerhaus in Leipzig-Gohlis mit Weinspalier, links im Bild ebenfalls, ca. 1830

Zum Weinstock am Markt

Ja, Leipzig hatte und hat einen, mitten am Marktplatz, auf der Nordseite, an einer sonnigen Südwand. Heute wird er vom "Marktwinzer" betreut, hat stattliche Ausmaße und ein gleichnamiges Restaurant befindet sich im Gemäuer dahinter. Der Wein ist über 100 Jahre alt, sah früher aber kläglich aus. Immer war er im Wege, entweder einem darüberliegenden Werbe-Schriftzug oder dem Sonnenschutz des dort gerade ansässigen Geschäftes. Ganz anders als in vielen Städten wurde der Weinstock deshalb eher klein gehalten, hat jedoch bis heute überlebt!

Weinstock am Leipziger Markt, ca. 1920
Weinstock am Leipziger Markt, ca. 1920

Begrünungen innerhalb des Innenstadt-Ringes

Paulinerkloster, Thomaskirchhof u. a. Bitte beachten Sie die Quellenangaben unter manchen Bildern.

Wandbegrünung an der Alten Nikolaischule am Nikolaikirchhof, wahrscheinlich Weinreben, ca. 16. / 17. Jahrhundert, Foto von "Photohaus Beeze" ca. 1944 von einem Kupferstich von Andreas Bretschneider, Quelle 02
Vorübergehende Begrünung (Festschmuck) zum Universitäts-Jubiläum 1909, Neues Theater (heutige Oper), Quelle 01
Festschmuck mit vorübergehender Efeu-Begrünung o. ä. 1913 zur Einweihung des Völkerschlachtdenkmals, Neues Theater (heutige Oper), Quelle 1
Das "Alte Paulinum" am östlichen Ring Leipzigs, Quelle 1
Rankgerüst in Rautenform am Paulinum / Augustusplatz, vor 1830
Weinstöcke im Hof des Paulinums, ca. 1850, Quelle 1
Paulinum auf der Innenseite des Innenstadt-Ringes, Westseite mit Begrünung im Erdgeschoss, vermutlich Weinreben. Quelle 1
Vermutliches Weinspalier am Moritzdamm / heutige Schillerstraße, ca. 1857
Vermutliches Holzspalier am Grunde des Moritzdammes / heute Grünanlage vor der Schillerstraße, oben begrünte Häuserzeile
Moritzdamm, Blick zur Thomaskirche, dieselbe Häuserzeile wie vom Bild zuvor, links vermutlich Weinspaliere, ca. 1850, Quelle 1
Schlossgasse 15, Selliers Haus mit Wein-Pergola, ca. 1870, Quelle 1
Pergola mit Weinreben an Selliers Haus, Schlossgasse 15, ca. 1890, Quelle 1
Lange Spalierwand (mit Reben oder Spalierobst?) an der Südkante des Rentamtes der früheren Pleißenburg, Quelle 01
Zwei Weinstöcke im Hof der ehemaligen Pleißenburg, ca. 1900, Quelle 1
"Thüringer Hof im Maienschmuck", Burgstraße, ca. 1926, nur eine vorübergehende Begrünung siehe nächstes Foto!
Vorübergehende Begrünung am Thüringer Hof / Burgstraße mit hingestellten Birken-Stämmen - ein alter Pfingst-Brauch, Quelle 1
Weinreben mit Schutzgittern an den Südwänden am Thomaskirchhof, ca. 1750
Holzspalier (für Wein?) an der "Alten Superindentantur" der Thomaskirche, vor 1902, Quelle 1
Hof der Alten Juristischen Fakultät mit Begrünung (vermutlich Weinreben) um 1860, Quelle 1
Altes Georgenhaus am Brühl mit kleinen Wandbegrünungen, vor dem Abbruch 1871, Quelle 1