• Deutsch
  • English
  • Français

Montage in Hartsegmente von WDVS

Zur Befestigung von Rankelementen auf Dämmung gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine davon sind spezielle Abstandssysteme mit Montagezylinder oder Montagequader. Solche Hartschaumkörper sind nicht Bestandteil des FassadenGrün-Sortimentes und somit nicht im Lieferumfang enthalten, sie werden dann aber mit dem FassadenGrün- Tragseilhalter WM 12XX6 oder dem Gewindeanker AS 12XX6 kombiniert. Das Wärmedämmverbundsystem darf hier noch nicht "fertig" sein, denn die nötigen Hartkörper sind vor dem Verputzen einzubauen. Diese Seite erklärt die Montage von Hartschaumkörpern und Halterungen und ergänzt somit die Produktbätter von WM 12XX6 und AS 12XX6. Ein Sonderfall ist die Verwendung des Kreuzhalters WM 12227 in Hartkörper mit Aluplatten, s. ggf. dort.

Vorbedingungen

Ranksystem und Hartschaumkörper müssen bei Fassadenarbeiten frühzeitig geplant werden, die Systemanbieter von WDVS haben solche Montageelemente im Sortiment und können ggf. beraten. Auch Wände mit durchgängig druckfester Dämmung wie PUR-Hartschaum, Schaumglas oder Kork sind bestens geeignet. Hinter der Dämmschicht ist ein tragender Untergrund wie Beton, Naturstein, Vollmauerwerk, Hohlmauerwerk oder Porenbeton erforderlich.

Montage der Halter WM 12XX6 in vorab montierte Hartschaumkörper innerhalb einer Dämmung

Einbau der Druckkörper

Die runden oder eckigen Hartsegmente (in der Skizze oben rot) werden in der "weichen" Dämmung aus Styropor und Mineralwolle eingebaut, bevor Putz und Anstrich aufgebracht werden. Auf dem Foto ist einer der Hartschaum-Quader als künftiger Montagepunkt eines Kreuzhalters zu sehen. Wichtig: Es sind die Montage-Hinweise des jeweiligen WDVS-Systemanbieters zu beachten.

Montagezylinder für Wärmedämmung

Markieren und Verputzen

Mittig in jedem eingebauten Hartkörper wird ein Markierungsnagel platziert, dann erfolgen Verputz und Anstrich. Dies geschieht meist per maschinellem Spritzen mit eingefärbtem Putz. Das Abziehen mit der Glättkelle erfordert einen erhöhten Aufwand wegen der überstehenden Markierungsnägel.

Hartschaum-Montageplatte (Quader)

Markierungen suchen und entfernen

Nach Abschluss der Putz- und Malerarbeiten werden die Markierungsnagel wieder entfernt. Die Stellen werden ggf. farblich markiert, damit sie für die Bohrarbeiten erneut auffindbar sind.

Markierung in der Montageplatte

Bohren

Die Bohrung erfolgt mit einem extralangen Hammerbohrer oder bis 16 cm Dämmstärke auch mit einem Schlagbohrer. Bohrtiefe im tragenden Untergrund beträgt ca. 10 - 14 cm. Es ist unbedingt lot- und waagrecht zu bohren, der Bohrstaub wird aufgefangen oder abgesaugt, Details s. Merkblatt Bohrarbeiten.

Bohrarbeiten in Dämmung

Hohlmauerwerk

Bei Hohlmauerwerk sind zusätzlich Siebhülsen extra lang SD 16130 verwenden, Bohrung dann zwingend 16 mm und ca. 140 mm tief. Der Bund der Siebhülsen wird bis auf einen kleinen Rest weggeschnitten, damit sie sich besser einführen lassen und trotzdem nicht zu tief rutschen.

Einschieben einer Siebhülse

Verbundmörtel einpressen

Dazu ist nach der Bauanleitung des Verbundmörtels zu verfahren. Bei sehr dicker Dämmung ggf. Verlängerungsrohr auf das Mischrohr der Kartusche aufsetzen (bitte anfragen). Reichlich Mörtel einfüllen. Auch im Bereich des Montageelementes (Hartschaumkörper) sollte der Schaft später möglichst allseits von Mörtel umgeben sein.

Verbundmörtel einpressen

Gewindeschaft einstecken und positionieren

Den Gewindeschaft drehend in das reichlich mit Verbundmörtel gefüllte Bohrloch einschieben und ggf. von unten gegen Absacken während des Abbindens sichern. Heraus quellenden Mörtel mittels Lappen entfernen. Nach dem Einstecken sollte der Schaft genau so weit wie der gewählte Wandabstand (s. WM 12XX6 oder AS 12XX6) über die Wandaußenkante herausschauen.

Schaftlänge einstellen

Kleiner Haftpressring

Nach der auf der Mörtelkartusche vorgegebenen Abbindezeit erfolgt der weitere Zusammenbau. Für eine optimale Abdichtung sollte der Putz einigermaßen eben oder hergerichtet (abgeschmirgelt) sein. Es wird zuerst der kleine Haftpressring auf den Schaft geschoben und dicht an die Putzfläche gedrückt.

Standard-Befestigung in Wärmedämmung

Abdeckscheibe

Dann folgen die Edelstahl-Stützscheibe nebst aufkaschierter Schaumstoffdichtung und dem ebenfalls auf der Rückfront aufgeklebten, großen schwarzen Haftpressring.

Flanschmutter

Danach wird die Flanschmutter aufgeschraubt und mit einem Maulschlüssel gegen die Abdeckscheibe angezogen, bis der Gewindestab straff sitzt und ein Weiterdrehen bei mittlerer Handkraft nicht möglich ist. Konstruktiv bedingt verbleibt eine "offene Fuge" zwischen Abdeckscheibe und Wand von ca. 0,5 mm Spaltbreite.

Zwei Flachmuttern

Anschließend werden zwei Flachmuttern aufgeschraubt. Die erste wird als Kontermutter gegen die Flanschmutter angezogen, dazu wird ein zweiter Maul- oder Ringschlüssel benutzt. Die zweite Flachmutter verbleibt weiter außen am Gewindeschaft.

Kreuzkopf oder Spalierholm befestigen

Dann wird bei WM 12XX6 der Kreuzkopf aufgeschraubt und mit der zweiten Flachmutter als Kontermutter fest justiert, zunächst ohne Madenschraube. Die weitere Montage erfolgt dann nach den Vorgaben des jeweiligen Seilsystems bzw. so wie für schwere Bausätze beschrieben. Bei AS 12XX6 wird der Spalierholm befestigt.