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Geißblatt in Arten (auch "Geißschlinge" genannt, weitere Namen s. bei den Arten unten) Lonicera japonica / periclymenum / x heckrottii / x brownii / x tellmanniana / caprifolium
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►►● Geißblatt ● |
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Lonicera x heckrottii
Lonicera x heckrottii mit Schattenstein
Insel Usedom / Mecklenburg-Vorpommern: Knotenstöcke der auf Wanderschaft gehenden Zimmermanns-Gesellen werden aus von Waldgeißblatt umschlungenen, eingeschnürten und fehl gewachsenen Stämmchen gefertigt.
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Geißblätter werden vor allem wegen Blüten und Duft geschätzt, sind aber anspruchsvoll bezüglich Standort und Wasserversorgung. Bei richtiger Artenwahl haben sie einen hohen Wert für die Fassadebegrünung. Details zu den Arten s. unten.
Ansprüche Kein exponierter, vollsonniger Standort, eher eine sonnige bis halbschattige Lage. Vollschatten fördert das unangenehme Verkahlen und kann zu Mehltau führen. Frische bis feuchte, nährstoffreiche und auch schwere, humos-lehmige Gartenböden. Der Wurzelfuß sollte gegen Temperatur-Schwankungen und Austrocknen geschützt und beschattet sein, z. B. durch einen Schattenstein. Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit (z. B. an Küsten und Binnengewässern), hoher Grundwasserstand (Fluss-Auen) und Windschutz begünstigen den Wuchs. Wassermangel bei heißem Standort führt unweigerlich zu starkem Läusebefall.
Wuchs und Blätter Schlinger, mittelstark wüchsig, geringe bis mittlere Stammbildung. Zeitiger Austrieb, Belaubung von April bis Oktober, das Immergrüne Geißblatt wird gesondert behandelt. Es gibt auch buschig wachsende Lonicera.
Blüte und Frucht Gehandelt werden meist Sorten und Hybriden mit reicher, lang anhaltender Blüte, die Wildarten spielen nur eine geringe Rolle. Blütenbüschel je nach Art weiß, cremefareben, gelb bis orange, rosa und rot gefärbt. Später folgen schwarze, rote oder orangene, meist schwach giftige Beeren, Vogelnahrung im Herbst. Teilweise starker Duft abends und am Morgen.
Stäbe oder Drahtseile mit Abrutschsicherung (Querseil), Querstab o. ä.. Zaungitter, Pergolen, Lauben usw.. Geeignete Seilsysteme s. unten. Leichte und mittlere, besser schwere Bausätze.
Schnitt Rückschnitt ins alte Holz auf ca. 0,5 m Höhe vor dem Austrieb ist zumindest an einzelnen Trieben mitunter erforderlich, um dem Verkahlen entgegen zu steuern. Sommerschnitt in grüne Triebe ist unproblematisch und regt die Verzweigung an.
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Ein solches Riesen-Geißblatt (L. tellmanniana), üppig und vital zugleich, ist nicht oft zu finden.
Willkommen im Mittelalter! Ein Goldgeißblatt hilft, diese Höfe am Mühlgraben zu verzaubern.
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Geeignete Seilsysteme für Geißblätter Bitte klicken Sie auf die Grafiken !
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= geeignet |
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= bedingt geeignet |
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= nicht geeignet |
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Lonicera periclymenum ("Waldgeißblatt", "Heckenkirsche")
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Reich blühende Variante von Lonicera periclymenum
Geißblatt L. periclymenum an einem Rankstab.
Üppig blühendes Waldgeißblatt an einem Holzspalier
Mitte Juli: Der erste Blütenschub geht zuende.
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Lonicera periclymenum, Wildform. Das letzte Blattpaar ist bei allen Typen dieser Gruppe nicht verwachsen, die Blütenquirle sind immer gestielt.
Die Abarten der Wildform haben rosaviolette Knospen, die Blütenwand wirkt dadurch "bunter" und sehr ähnlich L. x heckrottii. Im Sommer sind dann meist Blüten und Beeren-Haufen unterschiedlicher Reifung bis hin zum typischen dunklen Rot nebeneinander zu sehen. Abgehende Blüten und die Beeren sind leicht klebrig.
Geißblätter Lonicera periclymenum im Abblühen (gelbe Blütenfarbe), Durchgang in einem Parkhaus am Mühlgraben, Drahtseilpaar an jedem Pfosten. Bei Kübelkultur wie hier sind die Pflanzen nebst Substrat aller ca. 4 Jahre zu erneuern. Poster
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Das einzige wirklich einheimische Geißblatt, zu finden beispielsweise in Jütland und den Strandwäldern der Ostsee. Gehandelt werden fast ausnahmslos die reicher, auffälliger und lang anhaltend blühenden Abarten der Wildform, meist mit kräftig dunkelgrünem Laub, so z. B. "Serotina", "Belgica" und "Graham Thomas". Die Blüte erfolgt von Juni bis September, nach der ersten Hauptblüte dann mitunter auch in Schüben. Gegenüber den sehr ähnlichen Abarten von L. x heckrottii sind Waldgeißblätter stärker wüchsig, schlingen recht kräftig und können am Wandspalier höher gezogen werden. Duftend!
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Lonicera x heckrottii ("Duftgeißblatt", "Feuergeißblatt")
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Lonicera x heckrottii am Rankgitter
Lonicera x heckrotti
Lonicera x heckrotti "Goldflame"
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Lonicera x heckrottii, hier "Goldflame": Die oberen Blattpaare sind nicht komplett zu einer runden Scheibe, aber in jedem Fall mehr oder weniger am Blattgrund verwachsen. Die Blütenquirle stehen an teils recht langen Stielen und oft in mehreren Etagen übereinander. Schon während der ersten Blüte entspringen oft aus den oberen Blattachseln neue Geiztriebe mit weiteren Knospen. Dieser Blüten-Nachschub kann sich bis zum Frosteinbruch fortsetzen.
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Kräftig duftende Hybriden mit sehr reich und extrem lang anhaltender Blühpracht von Juni bis Oktober, zumindest bei optimaler Versorgung. Die Pflanzen schlingen und wachsen dafür tendenziell etwas schwächer als jene von L. periclymenum, das Laub ist etwas heller. Es entsteht ein strauchig-buschiges Erscheinungsbild. Bekannte Typen sind "Gold Flame" oder "American Beauty".
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Lonicera japonica ("Japanisches Geißblatt")
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Lonicera japonica an schmiedeeisernen Rankgittern.
Detail zum Foto oben
Dichtes Japanisches Geißblatt an einem niedrigen Treppengeländer
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Lonicera japonica, vermutlich "Halliana". Die Blüten entspringen immer paarweise den Achseln der oberen Blattpaare, oft gemeinsam mit kleinen Geiz-Blättern. Die Blattpaare sind nicht verwachsen.
Es gibt auch weiß-rote Formen, hier vermutlich Lonicera japonica "Purpurea"
Lonicera japonica überwächst und "verhübscht" einen Flechtzaun
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Eine schon alte, robuste Gartenpflanze aus Asien mit mehrerer Abarten wie z. B. "Halls Prolific", bei "Halliana" handelt es sich womöglich um die ursprüngliche Art. Kräftiger Wuchs bis 10 m Höhe, lange Blüte von Juni bis September (Oktober), starker Duft, das Laub oft auch im Winter noch grün.
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Lonicera x brownii ("Trompeten-Geißblatt")
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Lonicera x brownii am Drahtseilsystem
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Lonicera x brownii "Dropmore Scarlett": Auffallend sind die langen, schlanken Blüten in kräftigen Rot-Tönen. Die oberen Blattpaare sind scheibenförmig verwachsen, Blütenquirle sind gestielt.
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Eine Gruppe von kleiner bleibenden, aber auffallend rot blühenden Hybriden, lange Blühzeit von Mai bis August bei optimaler Versorgung. L. x brownii können zumindest als halbwintergrün (bis November / Dezember) gelten. Diese Geißblätter werden geschätzt wegen der außergewöhnlichen Blütenfarben und eignen sich aufgrund des schwachen Wuchses besonders für niedrige Spaliere. Bekannt sind "Dropmore Scarlett" (stärker wüchsig) und "Fuchsioides" (schwächer wüchsig, kürzer blühend). Nährstoffreicher Boden erforderlich. Kein Duft!
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Lonicera x tellmanniana ("Goldgeißblatt")
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Goldgeißblatt nach der Blüte an zwei Senkrechtseilen, Flußlauf am Gehweg.
Drei mächtige Geißblätter L. x tellmanniana an einzelnen Drahtseilen, nach der Blüte, Südwand, Flußnähe
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Goldgeißblatt "Lonicera x tellmanniana": Die reichen Blütenquirle stehen immer an Stielen in den scheibenförmig verwachsenen, oberen Blattpaaren.
Blühendes Goldgeißblatt am weißen Holzspalier. Leider hält die Blüte bei dieser Art nur wenige Wochen an.
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Eine besonders stark und hoch wüchsige, großblättrige Hybride aus Ungarn. Sehr reiche und heftige Blüte bei einer leider nur relativ kurzen Blühzeit von Mai bis Ende Juni. Dekorative, dunkle, mitunter violett überlaufene Blätter. Auch für Schatten geeignet. Kein Duft!
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Lonicera caprifolium ("Jelängerjelieber", "Laubengeißblatt", "Echtes Geißblatt", "Heckenkirsche")
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Geißblatt-Laube über einem Brunnen
Gesundes Jelängerjelieber Lonicera caprifolium an einem Holzschuppen während der Blüte.
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Lonicera caprifolium, das alte "Laubengeißblatt". Die oberen Blätter sind scheibenförmig verwachsen, und die Blütenquirle entspringen direkt, ohne Stiele, den Blattachseln. Im Herbst bilden sich mitunter Kränze von orangenen Beeren.
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Eine aus Südeuropa und Asien stammende und schon sehr alte Gartenpflanze in vielen Varietäten. In Deutschland stellenweise verwildert anzutreffen. Stark und von allen Arten wohl am besten duftend, vor allem abends. Blütezeit Mai / Juni (Juli), ggf. Nachblüte im Herbst. Mit "Major" gab es sogar eine gelb-rot und etwas später blühende Sorte, "Anna Fletcher" blüht gelblich-weiß und länger bis Juli. Aufgrund der doch kurzen Blütezeit wurde dieses Geißblatt im Sortiment der Gartenmärkte verdrängt und ist eine Liebhaber-Art.
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