Vollbegrünung meint die vollflächige "Berankung" einer Fassade oder sonstiger Wandflächen und gilt als besonders ökologisch. Dieses Begrünungskonzept kommt oft ohne Rankhilfen aus, je nach Pflanze können aber auch ganze Spalierwände aus Drahtseil oder Holz gestaltet werden (s. unten).
Mit vollflächiger Berankung lässt sich - gerade in dicht bebauten Städten - das sommerliche Mikroklima verbessern. Auch Vögel und Insekten erhalten zusätzlichen Lebensraum - praktizierter Tierschutz! Kosten entstehen spätestens dann, wenn die Pflanzen das Dach erreichen und regelmäßig zu schneiden sind. Und je nach Pflanzenart sind im Herbst auch beträchtliche Laubmengen zu entsorgen! Möglich sind auch Bauschäden sowie Mieter-Unmut wegen Spinnen und verdunkelter, zugewachsener Fenster... Meist dauert es 3 - 10 Jahre, bis das Grün die geplanten Bereiche wirklich bedeckt!
Selbstklimmer brauchen (fast) keine Rankhilfen - so lassen sich mit ihnen sehr preiswert Flächenbegrünungen schaffen. Das gilt besonders für den Efeu, der ganzjährig seine Blätter behält. Wilder Wein und Wilder Mauerwein sind meist noch schnellwüchsiger und haben leuchtend rotes Herbstlaub, überzeugen allerdings im Winter mit ihrem Aussehen oft nicht…
Besonders reizvoll kann es sein, eine Fassade nicht komplett zu begrünen. Dann treten nämlich begrünte und unbegrünte Bereiche in einen spannenden Kontrast!
Die meisten Kletterpflanzen brauchen Ranksysteme, um eine Wand vollständig zu überdecken. Die klassische Vollbegrünung erfolgte früher mit Spalierreben, denn damals wurde Begrünung unter dem Aspekt des Ertrages gesehen. Aber Reben brauchen Pflege und für den Stockaufbau ist Fachwissen nötig, welches Sie auch auf diesen Internetseiten finden. Auch mit Kletterrosen lassen sich größere Flächenbegrünungen schaffen, dort lassen sich ggf. dann auch noch Clematis und Einjährige einfügen.
Bei klassischer, bodengebundener Begrünung (Die Pflanzen wachsen aus dem Erdboden empor) kostet eine professionelle Begrünung inclusive Pflanzen, Rankhilfen und Installation ab ca. 50 Euro pro begrüntem Quadratmeter (Stand 2020). Dieser Mindestwert gilt z. B. für Stützmauern sowie Hochwasser- und Lärmschutzwände. Bei schwierigem Untergrund, z. B. Dämmung, und bei großen Höhen kann sich dieser Wert aber bis auf 300 oder auch 400 Euro pro Quadratmeter erhöhen. Bei “Living Walls” oder bei “Regalbauweise” wiederum sind 300-400 Euro der untere Wert der Kosten-Skala. Die Pflegekosten kommen extra hinzu.