Robinienholz für Rankgerüste

Sowohl bei klassischen Gittern als auch bei Sonderformen kommt irgendwann die Frage nach dem besten Holz. FassadenGrün empfiehlt für hochwertige Rankgitter mit sehr langen Standzeiten Robinienholz, weil dann die Kontaktstellen von Holm und Lattung nicht faulen. Bitte fragen Sie uns wegen Bezugsquellen! Alternativ kommen auch Eiche, Esskastanie, Lärche und letztlich auch alle Nadelhölzer infrage, dann jedoch mit Anstrich bzw. Imprägnierung. Robinienholz braucht keinen Anstrich, lässt sich aber z. B. mit "Schwedenrot" oder "Ovolin Eitempera" farblich behandeln. Bitte nutzen Sie auch unsere Übersicht zum Thema "Rankgitter aus Holz".

Robinienholz

Robinie: ein fast vergessenes Nutzholz

Als hochwertig bekannt, wurde es trotzdem von Tischlern gemieden: Das Holz der Robinie (Robinia pseudoacacia), auch als "Falsche Akazie" ("Akazienholz") bekannt. Aufgrund seiner außerordentlichen Härte und Zähigkeit lässt es sich schwer bearbeiten und neigt zu Verwindung. So fand es früher nur im Bergbau Verwendung, stützte zum Beispiel die Stollen. Schließlich ist Robinienholz stabiler als Eiche! Inzwischen wird Robine als Teak-Ersatz hauptsächlich für Gartenmöbel, Spielgeräte und im Wasserbau verwendet.

Natürliche Imprägnierung

Wichtig zu wissen: Robinienholz ist giftig, und das als Imprägnierung wirkende, im trockenen Holz sicher gekapselte "Robinetin" kann durch spanende Bearbeitung (Sägen, Bohren, Schmirgeln) freigesetzt werden und zu Übelkeit u. a. führen. Das "Einsägen" von Robinie wird deshalb im Sägewerk im Nassschnitt oder mit sicherer Absaugung ausgeführt. Auch Latten für Rankgerüste sollten im Freien oder in belüfteten Räumen gesägt werden.

Verfügbarkeit

In vielen Gegenden stehen Robinienbestände, mitunter auch auf Wald- und Straßenränder beschränkt. Es lohnt sich, bei den örtlichen Forstverwaltungen nachzufragen, wenn große Mengen Stämme oder geschältes Rundholz benötigt werden. Wenn das Einschneiden zu umgehen ist, sollte es unterbleiben, da es in Deutschland enorme Kosten verursacht. Luftgetrocknete Vierkant-Hölzer für Rankgitter hingegen kommen meist aus Ungarn, Serbien, der Slowakei oder der Ukraine, denn dort gibt es Plantagen mit geraden Stämmen.

Anwendungen

Die hohe Resistenz gegen pflanzliche und tierische Schädlinge wird nur vom Kernholz erreicht, was aber (nur) ca. 70-80 % des Stammquerschnittes ausmacht. Vierkant-Profile werden aus gerade gewachsenem Plantagenholz gefertigt, es sollte zudem "lufttrocken" sein, dann verzieht es sich nicht weiter und kann an nur 2 Punkten befestigt werden. Ein geringer Verzug mit leichten Krümmungen usw. muss zudem kein Makel sein, sondern kann dem Spalier eine urwüchsige Note geben. Latten, die an mindestens drei Punkten befestigt sind und somit zwangsweise gerade gehalten werden, können auch an der Fassade trocknen.

Im Erdreich kann Robinienholz wahrscheinlich in größeren Querschnitten (über 15 cm) als ungeschälter oder abgefräster Rundstamm auch ohne vorherige Trocknung  verbaut werden. Oft werden halbierte oder geviertelte Rundstämme verwendet, z. B. für Einfriedungen, Koppeln usw.. Der Holzquerschnitt wird hier besser ausgenutzt, und die hohen Sägewerkskosten fallen nicht an. Die Profile sollten entsprechend stark sein, um eine dem Anwendungszweck angepasste Haltbarkeit zu erreichen. In Weinbergen sind das ca. 25 bis 30 Jahre, dann wird die komplette Anlage umgepflügt und neu "aufgerebt".

Ein Hartholz

Bei der Verwendung von Robinie ist außerdem noch zu beachten: In das "steinharte" Holz kann quasi nicht wie üblich genagelt werden. Jede Verbindung muss aufwendig vorgebohrt und geschraubt werden. Das gilt auch für die Spalierschrauben und Krampnägel von FassadenGrün.

Rankgitter mit Robinienholz kurz nach Montage
Spalierholz aus Robinie
Robinenspalier mit silbergrauer Patina, ca. 3 Jahre nach Montage, Winterbild.
Spalier aus Robinienholz
Robinienlatten mit Verzug
Spalierlatten Robinie
Spielgerät aus Robinie
Spielgerät Robinie
Uralte Robinie
Uralte Robinie in Putbus
Splintholz hopp, Kernholz topp: hier bei einem Schwemmholzstamm aus Eiche
Splintholz und Kernholz
Viertelstämme aus Robinie als Weinbergpfähle
Viertelstämme aus Robinie als Weinbergpfähle
Schnittholz aus Robinie
Schnittholz Robinienholz