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Montage mittlerer Bausätze

Was sind "mittlere Bausätze"? Bitte nutzen Sie den Link, wenn Sie nur allgemeine Infos suchen. Hier, auf dieser Seite geht es um die Montage solcher Bausätze oder selbst zusammen gestellter Rank-Sets. Die Seite gilt für die mittleren Bauweisen "Eco" und "Premium", des Weiteren auch für "Classic", allerdings gibt es dort einige Ausnahmen. Näheres erfahren Sie bei der ersten Grafik. Alle Infos dieser Seite sind im Zusammenhang mit den 10 - 25 Montage-Grafiken bei dem jeweiligen Seilsystem zu sehen. Bitte nutzen Sie den Link und gehen Sie zu dem von Ihnen gekauften Seilsystem. Die hier gezeigten Bilder ergänzen die dortigen Ablauf-Grafiken. Und bitte klären Sie vor einer Bestellung auch, ob Sie Werkzeug benötigen!

Haben Sie ein mittleres Seilsystem "Classic"? Dann liegt eventuell eine Ausnahme vor: Enthält Ihr "Classic"-System neben Seilhaltern auch Ringschrauben (Foto), springen Sie bitte zu Sonderfall 01, enthält es sogar nur Ringschrauben, springen Sie bitte zu Sonderfall 02. In allen anderen Fällen, auch bei "Eco" und "Premium", können Sie jetzt auf dieser Seite weiterlesen.

Die Symbole in der Grafik markieren die Seilhalter, die roten Balken zeigen die Ausrichtung der Nuten des Kopfes. Nach dem Bohren werden alle Löcher mit Bohrlochbürste und/oder Ausbläser gereinigt und dann die Seilhalter befestigt (Foto), am besten ohne Madenschrauben. Dazu bitte das Produktblatt des Seilhalters beachten (standardmäßig bei Eco-Bausätzen WH 08111, bei "Classic"-Bausätzen meist WH 10151 und bei "Premium" WM 08133).

Bei einigen Systemen ist es zu Beginn erforderlich, ein oder mehrere Seilstücken mit ca. 30 cm Überlänge von der Seilspule abzuschneiden und locker in die Rillen der Seilhalter zu legen (Foto), ohne dass die Madenschrauben eingesetzt bzw. fest angezogen werden. An beiden Seiten stehen die Seilenden dabei mindestens 10 cm über. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der jeweiligen Grafik. Schlaffe Seile sind dort stets aufgrund der welligen Form (Grafik) als solche erkennbar.

Auf den Grafiken der jeweiligen Grundform wird eine verschnittarme Montage gezeigt, die ohne jegliche Seilspanner auskommt. Dazu wird das Seil anfangs mit ca. 10 cm Überstand schlaff in den ersten Halter gelegt. Die Madenschraube wird eingesetzt, mäßig angezogen und im zweiten Schritt durch Gegenhalten mit einem Maulschlüssel an der Flanschmutter oder im Ausnahmefall an der Flachmutter direkt hinter dem Kopf (Foto) noch etwas fester gezurrt.

Anschließend wird das Seil locker durch die Nuten aller Seilhalter geführt und hinter dem letzten, gegenüber liegenden Halter mittels Montageschraubstock gefasst und mit Handkraft (ca. 5 - 10 kg) straff gezogen. Dabei ist oft ein zweiter Montageschraubstock zum vorübergehenden Fixieren direkt hinter dem Halter (Foto eine Zeile tiefer) hilfreich,  damit in Ruhe die Madenschraube eingesetzt und fest gezurrt werden kann. Anschließend wird - wiederum mit ca. 10 cm Überstand - das Seil hinter dem Halter mit einer Seilschere  abgeschnitten.

Bei manchen Abläufen ist es erforderlich, ein gestrafftes Drahtseil vorübergehend zu fixieren, ohne dass die Madenschraube in den Seilhalter eingedreht wird, weil anschließend dort noch ein anderes Drahtseil eingelegt wird. Dieses Fixieren des vorgespannten Zustandes erfolgt mit einem zweiten Montageschraubstock direkt hinter dem Seilhalter (Foto), oder mit einem Klemmring oder einer Kreuzklemme, welche oft auch Bestandteil des Seilsystems ist. Nach Festziehen der Madenschraube wird die Fixierung entfernt. 

Wenn ein Seil durch mehr als zwei Halter läuft, wird es zunächst nur an den äußeren Haltern fixiert. In die mittleren Halter wird es nur eingelegt, die Madenschrauben dort werden noch nicht eingedreht oder wenn dann nur zum provisorischen Fixieren des Seiles, damit es nicht herausrutscht. Das endgültige Festziehen dieser Madenschrauben geschieht zum Schluss bzw. dann, wenn im jeweiligen Halter etwas später ein zweites Seil befestigt wird (Foto) und der Halter auf der entsprechenden Grafik dann fett rot markiert ist.

Auf Stellen, wo Drahtseile sich kreuzen, werden noch frei schwebende Kreuzklemmen gesetzt, wenn die Grafiken dies zeigen. Zum Schluss werden überstehende Seil-Enden hinter dem jeweiligen Seilhalter so geknickt, dass sie z. B. eine Verlängerung der Seilachse darstellen. Danach erhalten die Seil-Enden noch aufgepresste Endhülsen. Wenn die Seile wie angegeben jeweils ca. 10 cm überstehen, können sie dort in späteren Jahren, falls erforderlich, wieder gefasst und gestrafft werden.