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Kapuzinerkresse (Tropaeolum-Hybriden)

Eine sehr dekorative, unkomplizierte Pflanze, die auch an halbschattigem Standort und in weniger gutem Boden gedeiht. Wird gern für Zäune verwendet oder im Kübel als Balkonpflanze. Bei Fassaden lassen sich die Sockelbereiche mit Kapuzinerkresse aufwerten, besonders an Kletterpflanzen, die unten verkahlen. Auch für die Innenbegrünung interessant!

(lat. Name der Stammart: Tropaeolum majus)

Kapuzinerkresse (Tropaeolum-Hybriden)

Ansprüche / Bezugsquellen

Keine besonderen Ansprüche an den Standort, bei sonniger und geschützter Lage aber größere Blütenfülle. Für durchlässige, eher magere und stickstoffarme Gartenböden, gern auch Sandböden. Bei Schatten und feuchter Erde bilden sich eher Blätter statt Blüten. Wasserbedürftig bei heißer, trockener Witterung. Verkauft werden Samen, Samenmischungen oder im Frühling vorkultivierte Topfpflanzen.

Eigenschaften und Schnitt

Stammart kommt aus Kolumbien, Ecuador und Peru und wurde 1684 vom Holländer Bewerning in Europa eingeführt. Der Name weist auf die hinten spitz auslaufenden Blüten oder auf die Kapuzinermönche hin. Bei uns einjährig, wird Anfang Mai im Freien ausgesät. Samen zuvor über Nacht in Wasser einweichen. Alternativ: Vortreiben der Samen im Spätwinter in Torftöpfen im Glashaus oder im April in Innenräumen und Auspflanzung in der zweiten Maihälfte. 2-3 Korn pro Pflanzloch, ca. 2 cm tief, Pflanzabstand ca. 20-30 cm. In Innenräumen auch Aussaat erst im Sommer, daraus entstehen Exemplare, die dann im Winter prächtig in Ampeln blühen. Mittelstarker Wuchs bis ca. 3 m Höhe. Kapuzinerkresse klettert am ehesten als Spreizklimmer, manchmal auch als Blattstielranker und wächst auch überhängend. Leuchtstarker Dauerblüher, je nach Sorte gelb bis rot und von Juni bis November. Triebe, junge Blätter, Blüten und Blütenknospen sind essbar. Abkneifen verwelkter Blüten fördert neuen Blütenflor. Bei Zimmerkultur sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich, sonst ggf. Blattlausbefall, auch bei zu trockenem Standort.

Rankhilfen an Fassaden

Engmaschige Anordnungen im Raster von 20 - 30 cm, auch noch engere Ranknetze. Vertikale Seile sollten dominieren, also auch "stehende Rechtecke" statt Quadraten. Geeignete Seilsysteme s. unten. Oft als Seilsystem 5050, auch mit Rankstäben. Einfache und leichte Bausätze, für optimale Entfaltung auch mittlere. Die Jungtriebe werden, wenn das Spalier nicht bis zum Boden reicht, an Bambusstäben o. ä. aus der Bodendecker-Zone heran geleitet. Oft Unterstützung durch Einstecken und Bindematerial nötig.

Geeignete Seilsysteme?

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Kapuzinerkresse an einer Gartenlaube
Kapuzinerkresse an einem Gartenhaus
Kapuzinerkresse an einem Zaun
Mauer mit Kapuzinerkresse
Tropaeolum über einer Hecke
Balkongrün mit Tropaeolum

Geeignete Seilsysteme für Kapuzinerkresse

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 = geeignet             = bedingt geeignet             = nicht geeignet