Himbeeren als Spalierobst

Himbeeren sind recht unkompliziert und liefern schmackhafte Früchte. Sie werden meist in Reihen kultiviert und gehören zum Spalierobst, wenn sie ein Rankgerüst brauchen und nicht einzeln an Stäben wachsen. Als Gerüst dienen meist kleine Drahtrahmen.

(lat. Rubus idaeus)

Himbeeren an einem Rankgerüst

Ansprüche

Vollsonniger bis halbschattiger Standort, lehmige und auch sandige Böden, dann aber mit hohem Humusgehalt und guter Bewässerung. Optimal ist eine Mulchschicht, die den Boden feucht hält. Trockene, steinige bzw. zu karge Böden scheiden aus. Regelmäßige Düngung wird mit hohen Erträgen honoriert. Pflanzabstand innerhalb der Reihe 40 - 60 cm, Reihenabstand 1,0 bis 1,5 m, auch weniger. Auch enge Doppelreihen mit nur einem Rankgerüst in der Mitte sind möglich. Brombeeren erhalten Sie z. B. über Gärtnereien oder Versandhändler.

Eigenschaften und Schnitt

Spreizklimmer, bis zu 1,5 cm dicke Ruten mit Lebensdauer von 1 - 2 Jahren, zahlreiche, fruchttragende Seitentriebe ab 1. oder 2. Jahr je nach Sorte. Wuchshöhe selten über 2,5 m. Unscheinbare Blüten, süße und aromatische Beeren, Reifezeitpunkt sortenabhängig. Ruten werden als Viertelbogen an das Spalier gebunden, aus ihnen wachsen direkt die Früchte oder fruchttragende Seitentriebe. Pro laufendem Meter werden 10 - 12 Ruten ans Gerüst gebunden. Während des Sommers sind neue Ruten, die aus dem Wurzelstock wachsen, für das nächste Jahr zu separieren und anzubinden. Nach der Saison werden abgetragene Ruten bis zum Erdboden herunter geschnitten.

Rankhilfen im Garten und an Wänden

Himbeeren werden kaum an Wänden, sondern meist freistehend angebaut, und zwar an selbst gebauten Rankgerüsten bzw. Drahtrahmen mit mindestens 1,2 m Höhe. Es genügen oft 2 waagerechte Drähte. Rankgitter an Wänden sollten aus 2 - 4 horizontalen Achsen bestehen, wie z. B. Rankhilfe 8010. Es genügen an Wänden einfache Bausätze "Basic-S", besser sind mittlere Bausätze.