Weingirlanden

 

 

 

 

 

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Bei Weingirlanden werden meist senkrechte und waagerechte Kordons in lockerer Form kombiniert, was bei den strengen Kordon-Formen nicht zulässig ist. Typisch ist auch, dass die grünen Triebe völlig frei in den Raum wachsen und nicht in Rankhilfen gesteckt oder gebunden werden. Bei Fachwerk sind Weingirlanden wegen der einfachen Befestigung entlang der Hölzer oft die einzig mögliche Form, eine Weinrebe zu führen. Ansonsten sind Girlanden eher für Deko-Zwecke geeignet, bei guter Pflege aber auch für hohe Erträge.

 

Herkunft: Rebgirlanden wurden früher oft gemäß Seilsystem 1050 über ganze Höfe gespannt. In der Gartenkunst waren sie als "Festons" (Frucht-Schnüre) bekannt.

 

Flächenbedarf: Wandstreifen mit ca. 0,6 m - 1,2 m Breite. Wird eine Begrünung in Form eines nur schmalen Streifens gewollt oder sind nur solche vorhanden, sind Rebgirlanden die richtige Form. an fachwerkhäusern notgedrungenermaßen wegen befestigung

 

Rankhilfen: Die spartanische "Rankhilfe" besteht aus nur einem Strang, der parallel zum Rebstamm geführt wird, ohne benachbarte Drähte, Spalierlatten usw.. Beispiele finden Sie auch bei Überdachungen. Der Wandabstand bei Gebäuden ist unerheblich: Das Halteseil dient nur dazu, den waagerechten Rebstamm an der Wand zu fixieren. Der Stamm sollte an Wänden aber nicht um das Seil "geringelt", sondern streng parallel geführt und angebunden werden.

 

Aufbau und Schnitt: Der Aufbau von Rebgirlanden ist denkbar einfach: Im 1. Jahr wird ein Haupttrieb gezogen, die weitere Erziehung erfolgt ähnlich wie beim Senkrechtkordon oder Waagerecht-Kordon, aber weniger streng. Der Hauptstamm wird Jahr für Jahr verlängert, und an ihm werden Abgänge für das künftige Fruchtholz formiert. Deren Abstände sind variabel je nach Zweck der Girlande. Die Abgänge erhalten Zapfenschnitt, empfehlenswert ist auch ein Sommerschnitt. An Wänden  kommt es durch das Neigen der Fruchttriebe an waagerechten Stammabschnitten zu Achs-Verdrehungen, die Stämmchen müssen dann ggf. gestaucht werden, so dass eine Wellenform entsteht, deren Krümmungen sich auf der Wand abstützen.

 

Nachteile: Leider brechen durch Eigengewicht und Wind immer wieder Triebe bei Rebgirlanden aus, und auch für sehr aufrecht wachsende Rebsorten ist die Form nicht geeignet. Durch die weniger strenge Erziehung fallen häufig ganze Abgänge aus, so dass sich die Laubwand gerade in den unteren Bereichen ausdünnt.

 

 

Weingirlanden

Weingirlanden an Rankdrähten

 

Wein Girlanden

Kombination von frei hängenden und wandgebundenen Wein-Girlanden

 

Weingirlande

Mit strengem Sommerschnitt behandelte Girlande, s. auch Bild "Tafeltrauben"

 

Fachwerkhaus begrünen

Weingirlande im Frühsommer

 

Wein-Girlanden

Begrünung mit 2 (3) armstarken, senkrechten bzw. schrägen Rebgirlanden

 

Festons Gartenkunst

Frei hängende Wein-Girlanden.

 

Wein im Winter in Meißen

Girlande am Rankdraht, Führung entlang des Schwellholzes.

 

Weinkordon

Weit verzweigte Weingirlande vor dem Winterschnitt.

 

 

 

 

Haus Begrünung

T-Girlande bei beengter Situation

 

Wein erzeihen

Weingirlanden für dekorative Zwecke

 

Hauswein

Rebgirlande ohne Sommerschnitt

 

Ranksystem

Beengte Verhältnisse, Vorhang-Erziehung

 

Weinrebe

Mehretagiger Aufbau, um im Frühjahr noch zweitiger "viel Grün" zu haben.

 

Hofloessnitz

Flächenhafte Begrünung mit Girlanden, Winterbild vor dem Schnitt.

 

 

Weinbeeren

Üppige Tafeltrauben dank Sommerschnitt (s. Foto rechts)

 

Rankseile für Reben

Zwei Winkel-Girlanden

 

Rebengirlande

Uralte T-Girlande mit schenkelstarkem Stamm, Austrieb im Frühjahr

 

Girlande mit Reben

Bei Girlanden darf auch der Stamm belaubt sein. Dann hat die Form - zweiseitig gezogen - oft eine starke Wirkung, da sie an das sakrale Kreuzigungs-Motiv erinnert.

 

Spindel Wein

Senkrechte Girlanden an Stahldrähten, Austrieb im Frühjahr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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