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Reben als Topfpflanzen

Reben lassen sich auch dauerhaft, also über mehrere Jahre als Topfpflanzen kultivieren. Eine erdverbundene Pflanzung ist aber vorzuziehen, denn die Reben entwickeln sich dann besser. Hier werden je nach Zweck und Kübelgröße drei Erziehungsformen beschrieben, zur Unterschiedung werden provisorische Namen verwendet. Bitte nutzen Sie zusätzlich auch die Infos bei "Kübelpflanzen".

Topfreben
Topfreben auf Balkon oder Terrasse
Kübelreben
Üppige Prachtrebe auf einer historischen Darstellung
Kübel mit Reben
Solidrebe (links) und Minirebe (rechts) auf einer historischen Darstellung, die Größenverhältnisse sind im Bild vereinheitlicht, die linke Form braucht einen wesentlich größeren Kübel und hat ein viel üppigeres Laubgerüst.
Wein im Topf
Aufbau einer Solidrebe an einer Garage mit Drahtseilsystem 2040.
Grafik 02: Aus den beiden Knospen des Zapfens entspringen im 2. Jahr zwei Triebe, die im Idealfall 1 - 2 Trauben ansetzen. Beide Triebe werden ca. 6 Blatt über der letzten Traube beim Sommerschnitt eingekürzt, an dem unteren Trieb sollte maximal eine Traube belassen werden.
Grafik 03: Der obere Teil des kurzen Stämmchens wird nun als ein Abgang behandelt und erhält jetzt und in allen Folgejahren Zapfenschnitt.
Grafik 05: Aus den 3 Knospen entspringen im 2. Jahr 3 Triebe, die im Idealfall jeweils 1 - 2 Trauben ansetzen. Die Triebe werden ca. 6 Blatt über der letzten Traube beim Sommerschnitt eingekürzt, bei schwächelndem Wuchs sollte maximal eine Traube pro Trieb belassen werden.
Grafik 06: Der junge Rebstock wird im weiteren Verlauf je nach örtlicher Gegegenbeit wie ein kleiner Schnurbaum, Fächer oder Waagerechtkordon und jeweils mit Zapfenschnitt aufgebaut. Insgesamt sollte der Weinstock aber - auch bei 50 Liter Pflanzcontainer - nicht mehr als 5 - 6 Abgänge, 10 - 12 Neutriebe und 20 - 30 Trauben jährlich haben.
Grafik 08: Die Fruchtrute wird vorsichtig gebogen und wie ein waagerecht liegender Ring an einem Rankgerüst, z.B. aus Bambusstäben angebunden ("Ganzbogen"). Aus den 6 - 8 Knospen entspringen im 2. Jahr ebenso viele Triebe, die im Idealfall jeweils 1 - 2 Trauben ansetzen. Triebe ohne Traubenansatz werden ausgebrochen, nach erfolgter Blüte wird kräftig gedängt. Die Triebe werden ca. 4 - 6 Blatt über der letzten Traube beim Sommerschnitt eingekürzt.
Grafik 09: Nach dem Abernten ist eine solche Rebe gewissermaßen "am Ende" und wurde früher entsorgt. Sie kann jedoch auf die Ausgangsform (Grafik 07) zurück geschnitten werden. Dann wird die Rebe ausgetopft und z. B. als Freilandpflanze an anderer Stelle verwendet. Mit Erdaustausch erneut in einen Kübel gepflanzt kann sie mit einem Erholungsjahr ggf. auch wieder als Prachtrebe benutzt werden.
© Fassadengrün 2012