Stammgerüst bei waagerechter Erziehung

 

Hauptseite

▲ Kletterpflanzen

►►▲ Weinreben

►►►▲ Erziehung

►►►►●  Stammgerüst ●

 

 

 

Die Waagerecht-Erziehung ist bei Hausreben weit verbreitet. Sie ist für Wände und auch für frei stehende Rankhilfen geeignet, aber in so vielen Varianten, dass kaum alle darstellbar sind. An Wänden hat die Form - zweiseitig gezogen - oft eine starke Wirkung, da sie an das sakrale Kreuzigungs-Motiv erinnert (Bild 01).

Es gibt Niedrigstamm- und vor allem aber Hochstammformen sowie die verwandte Fächererziehung. Mehr oder weniger basieren sie stets auf dem waagerechten Kordon.

Auf dieser Seite wird deshalb der allgemeine Aufbau eines waagerechten Stammgerüstes ab dem 3. Jahr beschrieben und bildlich dargestellt, ausgehend von unterschiedlich wuchsstarken Pflanzen. Es folgen Grafiken für die weitere Stammverlängerung und den Aufbau von "Kamm-Formen" bei Pergolen, Carports usw.. Abschließend gibt es noch Hinweise zum Verständnis des speziellen Stammgerüstes bei Reben.

Grafiken bis zum 2. Jahr finden Sie bei Stockaufbau. Und um nach extrem harten Wintern nicht das halbe Stammgerüst einzubüßen, sind bei Hochstammerziehung bekanntermaßen frostfeste Sorten zu bevorzugen. Als Sicherheit wird im unteren Stammbereich mindestens ein Reservezapfen belassen, um ggf. nach Totalschaden schnell wieder aufbauen zu können. Wird eine dichte Balaubung auch im vertikelane Bereich gewünscht, wird dafür am besten eine zusätzliche, zweite Rebe als Senkrechtkordon gezogen. Einzelheiten finden Sie bei den für Reben geeigneten Seilsystemen.

 

Stammgerüst

Erziehungsziel bei allen Formen ist es, ein karges, aber kräftiges Stammgerüst (s. Bilderleiste oben) mit gleichmäßig verteilten Abgängen bzw. "Höckern" zu bekommen. Mit dem Schnitt lässt sich die Trennung in Stammgerüst und Abgänge sauber durchführen, indem das Stammholz von Anfang an "geputzt" und alles, was nicht Abgang oder künftige Stammverlängerung ist, konsequent entfernt wird. Neue, veredelte Reben sollten ab der Veredelungsstelle zunächst wenigstens einen kurzen, einachsigen Stamm haben, damit die Verwachsungen in der Veredelung nicht durch Verzweigungen erschwert wird.

Die Stammachse kann sich dann schon in niedriger Höhe gabeln oder mehrere Meter bis zur Höhe des eigentlichen Rankfeldes durchlaufen und sich erst dort in weitere Stämme bzw. "Schenkel" verzweigen.

 

Abgänge

Die Höcker oder  "Abgänge" - bei "FassadenGrün" mangels anderer Begriffe so benannt - werden aus am Stammgerüst entsprungenen Trieben entwickelt und liefern Jahr für Jahr neues Fruchtholz für reiche Ernten. Jeder Abgang wird mit einer bestimmten Schnittform behandelt, das heißt, an ihm wird kurzes, mittellanges oder langes Fruchtholz  "angeschnitten", ggf. noch mit "Ersatzzapfen".

Je nach dem ihnen zugeordneten Schnittsystem sollten Abgänge bestimmte Abstände haben. Werden sie kurz (auf Zapfen) geschnitten, sind es nur ca. 20 bis 35 cm. Bei mittellangem Schnitt beträgt der Abstand ca. 30 - 60 cm, bei langem Schnitt  80 cm und mehr. Das gilt jeweils für eine Seite am Stamm, an der anderen kann - versetzt - noch einmal dieselbe Anzahl von Abgängen stehen.

Diese Abstandsregeln sind auch umgekehrt anwendbar: Die Abstände der an einem Stamm vorhandenen Abgänge werden begutachtet, und danach wird für jeden Abgang die Schnittform festgelegt. Bei kurzen Abständen erhalten alle kurzen Schnitt, bei größeren Abständen oder Lücken wird lang geschnitten, um eine gleichmäßig dichte Laubwand zu bekommen.

 

Schrittweiser Aufbau

Es wird unten ein Aufbau gezeigt, bei dem sich die Rebe oben nach rechts und links verzweigt. Wird abweichend davon die Rebe nur nach einer Richtung gezogen, werden alle Schritte nur in dieser Richtung ausgeführt. Ein solcher Aufbau ist ggf. im Bereich "Rebgirlande"  zu sehen.

Der Aufbau ist für eine Hauswand gezeigt, aber ebenfalls auf Pergola, Galerie usw. übertragbar, also überall, Rebstämme waagerecht auf ein Gerüst gelegt und formiert werden. Aufbau und Stammverlängerung erfolgen dann entlang eines der Schwellhölzer (Pfette) o. ä..

Die Bilder 04 - 09 zeigen zunächst erste Schritte einmal von einer mittelstark und dann von einer stark wüchsigen Rebe, wie sie beim Stockaufbau beschrieben wurden. Dort finden Sie alle Schritte, die zu diesen beiden Grundformen führten. Ab Bild 10 bleibt dann die unterschiedliche Wuchsstärke in den Grafiken unberücksichtigt.

Sind Gerüste mit Breiten über 50 cm zu begrünen, werden die Abgänge weiter angeordnet, um langen Schnitt zu ermöglichen. Im Bild 13 - 15 ist das als Variante 2 gezeigt, und die für Ihre Situation nötigen Abstände erfahren Sie auf Skizzen im Bereich Pergola oder Galerie.  Bei Breiten über 1,0 m sind dann Kammformen wie in Bild 16 - 21 zu empfehlen.

Günstig ist es, Abgänge immer nur einseitig, also z. B. nur auf der Oberseite anzuordnen und alle anderen Jungtriebe auszubrechen, wie auf den Grafiken gezeigt. Je nach Schnittform und Abstand wird also jede 2. oder jede 4. (6. oder auch 8.) Knospe zu einem künftigen Abgang. Bei leicht verdrehtem Kordonarm können dann mitunter Abgänge erst oben, im weiteren Verlauf aber unten stehen. Das ist zweitrangig und wird in Kauf genommen, denn es  erhöht sich die Lebensdauer gerade bei langen Kordonarmen, wenn Fließhindernisse in der einen Hälfte des Stammquerschnitts fehlen.

Die neue Stammverlängerung jedoch wird dann genau auf dieser wundfreien Seite angeordnet, in den Grafiken ist es meist die Unterseite.

 

 

 

Bild 01: Bei dieser Hausrebe wurde auch der senkrechte Stammbereich begrünt.

 

Bild 02: Früher war es üblich, die Stämme bis zum Rankfeld unbegrünt zu lassen. Diese Form hat sich im ländlichen Raum gebildet, als der Viehtrieb noch über die Straßen erfolgte und belaubte Rebstämme wegen gewisser Mitnahme-Effekte keine Chance hatten. Aber auch an ungebetene Naschkatzen wie Schulkinder wurde keine Mühe verschwendet: Jeder Bauer wollte die Früchte seiner Arbeit selber ernten, und da war das Hochspalier die bessere Form.

Oft verstärken zierliche oder auch martialische Gitter den Schutzeffekt....

 

Bild 03: Hausrebe nach dem Winterschnitt, das Stammgerüst ist gut erkennbar.

 

 

 

2. / 3. Jahr, mittlerer Wuchs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 04: Weinstock mit zwei kräftigen Haupttrieben, Winterschnitt. Die durch Sommerschnitt auf ca. 1,0 m Schenkel eingekürzten, künftigen Schenkel werden jetzt auf ca. 0,8 m geschnitten. Statt 0,8 m können auch 4 oben liegende Knospen plus eine Stammverlängerungsknospe am äußeren Ende abgezählt werden.

Der untere Trieb wird als Reservezapfen bzw. zur Stammbegrünung genutzt.

 

Bild 05: Ausbrechen von Knospen bzw. Jungtrieben im Frühjahr. Pro Schenkel verbleiben 3 - 4 oben liegende Knospen und eine unten liegende Stammverlängerungs-Knospe am Triebende. Ggf. können noch 1 - 2 untere Knospen für die Stammbegrünung belassen werden.

Hellgrau im Hintergrund sind Fensteranordnung und die gewünschte Idealform des Kordons zu sehen.

 

Bild 06: Austrieb im Frühjahr. Für die Stammbegrünung sind maximal 2 - 3 Abgänge vorzusehen. Ist die Begrünung üppiger geplant, sollte lieber aus dem unteren Reservezapfen ein kompletter Vertikaltrieb gezogen und als zusätzlicher, senkrechter Kordon formiert werden.

 

 

 

2. / 3. Jahr, sehr starker Wuchs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 07: Starkwüchsiger junger Weinstock, Winterschnitt.

Die 3 obersten Triebe dienten schon der Erzeugung erster Früchte und stärkten den Stock. Sie werden jetzt samt Stammabschnitt komplett entfernt. Die 2 kurz unter der Höhe der künftigen Kordonarme  (hellgrau), also knapp unter "Stammhöhe" liegenden Triebe sind für eben diese Stamm-Schenkel vorgesehen und werden jetzt auf ca. 0,8 m geschnitten. Statt 0,8 m können auch 4 - 5 oben liegende Knospen plus eine Stammverlängerungsknospe am äußeren Ende abgezählt werden. Zwei untere Trieb werden als Reservezapfen bzw. zur Stammbegrünung genutzt.

 

Bild 08: Ausbrechen von Knospen bzw. Jungtrieben im Frühjahr. Pro Schenkel verbleiben 4-5 oben liegende Knospen und eine unten liegende Stammverlängerungs-Knospe am Trieb-Ende. Am rechten äußeren Ende war beim Winterschnitt eine Knospe zuviel belassen worden, diese wird jetzt ebenfalls ausgebrochen.

 

Hellgrau im Hintergrund sind wieder Fensteranordnung und die gewünschte Idealform des Kordons zu sehen.

 

 

Bild 09: Austrieb im Frühjahr. Für die Stammbegrünung sind maximal 2 - 3 Abgänge vorzusehen. Ist die Begrünung üppiger geplant, sollte lieber aus dem unteren Reservezapfen ein kompletter Vertikaltrieb gezogen und als zusätzlicher, senkrechter Kordon formiert werden.

 

 

 

 

3. / 4. Jahr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 10: Winterschnitt. Die im Vorjahr  nach oben gewachsenen Triebe werden zu Abgängen formiert und erhalten jetzt und ggf. auch künftig Zapfenschnitt, genauso die ein oder zwei Reservezapfen im Stammbereich auf Fensterhöhe. An diesen ist im Bild zunächst nur der Vorschnitt gezeigt.

Die Stammverlängerung wird lang geschnitten analog zu Bild 07.

 

 

 

Bild 11: Ausbrechen von Knospen bzw. Jungtrieben ca. im April. Pro Stammverlängerung verbleiben 3 - 5 oben liegende Knospen und eine unten liegende am Trieb-Ende. Für die beiden Reservezapfen am Stamm ist hier noch der eigentliche Fruchtholzschnitt gezeigt, der aber zeitgleich mit Bild 10 (Winter) stattfinden sollte.

 

Bild 12: Austrieb im Frühjahr

 

 

 

Stammverlängerung

 

Kordonarme sollten jedes Jahr um maximal 0,8 Meter (Variante 1) bzw. um 4 - 5 neue Abgänge verlängert werden. Soll die Verlängerung weiter entfernte Bereiche schnell erreichen, kann sie auch 2 - 3 m betragen, dann sollten aber nur 4 - 5 obere Knospen in geeigneter Verteilung (Variante 2) oder an geeigneter Stelle (Variante 3) belassen werden. Am Trieb-Ende ist ggf.  eine weitere Knospe für eine nochmalige Stammverlängerung vorzusehen.

 

 

 

 

 

 

Bild 13: Verschiedene Varianten, durch Schnitt und Ausbrechen einen Stamm zu verlängern: 0=unbeschnitten, 1=mit dichter Anordnung der Knospen auf der Verlängerung, 2= mit lockerer Anordnung der Knospen, 3=mit versetzt dichter Anordnung der Knospen

 

 

 

Bild 14: nach dem Ausbrechen

Variante 1: für die Verlängerung von Kordons, die kräftig tragen sollen und auf Zapfen geschnitten werden

Variante 2: zur Verlängerung von Kordons, deren Abgänge längeren Schnitt bekommen und für Girlanden, bei denen schneller Längenzuwachs bei aufgelockerter Laubverteilung erwünscht ist

Variante 3: zum Überbrücken von unbegrünten Zwischenräumen, z. B. auch beim Führen von Kordonarmen um Häuser-Ecken

 

 

 

 

Bild 15: Nach dem Austrieb im Mai: Die Variante 0 ist unbrauchbar wegen des unregelmäßigen, teilweise schwachen oder fehlenden Austriebes.

 

 

 

Kamm-Formen

 

Ob Kamm-Formen für Ihr Stammgerüst in Frage kommen, sehen Sie auf den Grafiken im Bereich Pergola oder Galerie.  Hier wird der schrittweise Aufbau eines solchen Kamm-Abschnittes aus einem schon vorhandenen, waagerechten Kordonarm gezeigt, der auf ein Schwellholz, eine Pergola-Pfette o. ä. aufgelegt ist. Vorausgesetzt ist auch eine Rebe mit starkem Wuchs. Wird der Wuchs als nur mittelstark eingeschätzt, sollten jedes Jahr statt 3 nur 1 - 2 neue "Zinken" aufgebaut werden, die Stammverlängerung nach hinten fällt dann entsprechend kürzer aus.

 

 

 

 

 

 

Bild 16: Winterschnitt

 

 

 

Bild 17: Ausbrachen im Frühjahr

 

 

 

Bild 18: Nach dem Aisbrechen

 

 

 

Bild 19: Triebe im Wachstum, ohne Blätter und Traubenansätze dargestellt

 

 

Bild 20: Winterschnitt im Folgejahr

 

 

Bild 21: Austrieb im Frühling des Folgejahres

 

 

 

 

 

 

 

Ergänzende Hinweise zum Stammgerüst

 

 

 

 

Hier finden Sie ggf. noch ergänzende Bemerkungen zum Stammgerüst bei Reben.

 

Wuchsverhalten ohne Schnitt

Unbeschnittene Reben entwickeln oft ein Gewirr von Unmengen dünner Triebe, die jedoch im Wuchsjahr unfruchtbar sind. Diese minderwertigen, oft stark verschatteten Triebe bilden wiederum auch nur minderwertige Knospen für das Folgejahr. Das aber ist fatal für den Rebstock, denn hier liegt der Schlüssel zum Erfolg: In den Knospen des Vorjahres, die in den Blattachseln gebildet werden, werden zwischen Juni und August mikroskopisch klein schon die Fruchtansätze für das Folgejahr strukturiert. Und bei schwachen, minderwertigen Trieben, im Vollschatten und bei schlechtem Witterungsverlauf wird dieser Vorgang gehemmt bzw. ganz unterbunden.

Die vielen dünnen Triebe verbleiben dann ohne Schnitt am Stock und werden zu  unbrauchbaren Stammholz. Statt weniger, dicker Arme besteht ein solcher Stock dann aus einem einzigen Gefitz von dünnen, bastigen Trieben, aus deren im Licht stehenden Enden hier und da neue Triebe wachsen. Mehr im Schatten liegende Partien sterben schließlich ganz ab.

Ihr genetisches Ziel der Fortpflanzung  erreichen auch diese Stöcke, es werden durchaus reife Samen (Beerenkerne) gebildet. Schließlich ist dies ja gewissermaßen die "natürliche" Wuchsform des Weinstocks. Die Trauben und Beeren aber bleiben meist winzig und sauer. Durch straffe Erziehung, Schnitt und fortwährende Auslichtung hingegen lassen sich hochwertige Trauben gewinnen.

 

Folgerungen für Stammgerüst bei Reben

Um den jeweils neuen, grünen Trieben genügend Raum zu lassen, werden die alten Stämme und "Äste" am Weinstock also nicht dicht verzeigt, sondern spartanisch, "weitmaschig" angeordnet. Das führt zu speziellen Formen beim Stockaufbau, die sich vom Obstbaum unterscheiden und in Grafiken gezeigt sind, wenn Sie dem Link folgen.

So gesehen bestehen gut erzogene Hausreben aus einem kargen Stammgerüst, dem so genannten "Altholz" in Form von Hauptstamm,  Seitenarmen, Schenkeln bzw. "Kordons". Auf diesem Stammholz stehen die oben genannten "Abgänge", aus denen Jahr für immer wieder neu Triebe mit Früchten wachsen.

Der Stamm mit seiner faserigen Rinde ist neben den Wurzeln die Speicherbatterie des Rebstocks. Hier werden die in sehr sonnigen Tagen produzierten Zucker-Überschüsse eingelagert und im Herbst in die Spätreife der Trauben gesteckt bzw. als Frostschutzmittel vorgehalten. Manche Sorten wie der alte "Gutedel" fühlen sich als Hausrebe angeblich erst richtig wohl, wenn sie über ein kräftiges Stammgerüst mit viel altem Holz verfügen, und sie danken das dann mit Unmengen prächtiger Trauben.

Das Ziel muss also lauten: nicht viel dünnes, sondern wenig, aber kräftiges Stammholz!.

 

Vergleich mit Obstbäumen

Obstbäume haben - anders als Reben - meist eine Stammform, bei der sich ein Hauptstamm über Leitäste in dünnere Fruchtäste immer weiter verzweigt (Bild 01). Überall, wo Früchte am Baum sein sollen, muss das Zweiggerüst dicht angeordnet sein, da die Früchte quasi unmittelbar an den Zweigen wachsen. Aus einer Fruchtknospe wächst jeweils ein Stummelzweig mit Blätterbüschel (in Bild 02 blau umrandet), an dem dann eine oder mehrere Früchte hängen, also Kirschen, Äpfel, Birnen usw.. Nur mit vielen Ästen und wiederum  dichter Verzweigung ist reiche Ernte möglich.

Das ist beim Weinstock anders: Aus einer Fruchtknospe wächst nicht ein Stummel, sondern ein meterlanger Trieb, an dem dann 1 - 3 Trauben hängen. In Bild 03 ist die gesamte, aus einer solchen Knospe stammende Grünmasse wieder blau umrandet. Gegenüber dem Obstbaum hat der Weinstock also eine stärkere Wuchskraft.

Nun braucht  jeder der neuen, grünen Triebe am Weinstock Luft und Licht, also Platz. Wenn die Triebe sich überdecken und stark ineinander wachsen, führt dies zu Pilzkrankheiten, schlechten Früchten und mangelnder "Holzreife", der Weinstock wird schwach und frostanfällig.

 

 

Bild 01: Stammgerüst bei einem Apfelbaum (schematisch)

 

Bild 02: Verteilung von Altholz (dunkelbraun), "Fruchtholz" (hellbraun) und Grünholz mit Früchten (grün) am Kronenrand eines Apfelbaumes und einer Weinrebe (unten), schematisch dargestellt.

Blau umrandet ist jeweils der einer einzelnen "Fruchtknospe" entstammende Neutrieb.

 

Bild 03: Junger Rebtrieb (grün) auf verholztem Vorjahrestrieb (ocker)

 

 

zur   Hauptseite