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Senkrecht-Kordon ("Schnurbaum")

Der Schnurbaum als Erziehungsform eignet sich besonders bei schmalen, senkrechten Flächen und / oder bei hohen Ansprüchen an Tafeltrauben. Was anfangs streng und naturfremd aussieht, ist bald jedem "freien" Spalier überlegen: Es gibt kein langwieriges Sortieren von Trieben, der Schnitt wird zur Routine, das Stammgerüst bleibt überschaubar.

Wein als Schnurbaum
Schnurbäume an senkrechten Drähten oder Hölzern
Kleine Wein-Kordons
Reben als "Senkrecht-Kordon", Austriebszeit
Senkrechtkordon
Junge Kordons an jeweils 2 - 3 Spalierlatten, Austriebzeit
Weinbeeren an einem Spalier
Erntezeit an einem "Schnurbaum mit langem Schnitt", Rebsorte "Regent", waagerechte Drähte.
Winzerlaube
Kordons mit kurzem und langen Schnitt
Zapfenschnitt Reben
Kleiner Kordon mit kurzem Schnitt, Austrieb im Frühjahr
Senkrechter Kordon
"Schnurbaum" mit kurzem Schnitt, oben ist die Stammverlängerung sichtbar.
Rankwand Reben
Kordons an einer Rankwand mit waagerecht gespannten Drähten, mit kurzem Schnitt, vor dem Winterschnitt
Alter Weinkordon
Alter Kordon mit kurzem Schnitt an 3 Drähten, während des Laubfalls, vor dem Winterschnitt.
Schnurbaum Wein
Spalierwand nach dem Winterschnitt, in der Mitte ein Senkrechtkordon mit überwiegend langem Schnitt.
Grafik 02: Winterschnitt im 1./2. Jahr.
Grafik 03: Ausbrechen von Knospen im Frühjahr des zweiten Jahres, Triebwachstum der 5 verbliebenen Knospen, schematisch.
Bild 05: Nach dem Winterschnitt
Bild 06: Austrieb im Frühjahr. Ende August können die Triebe auf ca. 1,0 bis 1,5 m Länge eingekürzt werden, um das Ausreifen der unteren Knospen zu sichern.
Bild 08: Entfernung überflßssiger Ruten und Stummel älterer Zapfen. Es wird jeweils die weiter vom Hauptstamm entfernte Rute komplett weg geschnitten.
Bild 09: Schnitt der verbliebenen Ruten auf zweiäugige Zapfen
Bild 11: Nach dem Winterschnitt. Ist die Endhöhe (s. oben bei "Aufbau und Schnitt") schon erreicht, wird der Leittrieb auch auf 2 - 3 Augen gekürzt.
Bild 12: Austrieb im Frühjahr
Form 02 - Flachbögen: Hier waren bereits einige Abgänge ausgefallen, nun wurden die verbliebenen Abgänge lang geschnitten und - weil die Rankhilfe waagerecht war - flach gebogen und gebunden. Ersatzzapfen an den Abgängen sind nicht nötig, da bei flach gebundenen Bögen alle Augen etwa gleich kräftig treiben und so auch nahe am Abgang kräftige Ruten für den Folgeschnitt entstehen.
Form 03 - Halbbögen: Hier wurden die Ruten aller Abgänge zu "Halbbögen" gebunden, weil die Rankhilfe senkrecht war. Aufgrund des Höhenversatzes der aus den Knospen neu wachsenden Triebe lassen sich die vielen Trauben besser in der Fläche verteilen als bei Flachbögen und drücken sich nicht. Der Abstand der Abgänge untereineinader auf einer Seite sollte jeweils mindestens 60 - 80 cm betragen.
Bei größeren Höhen oder auch, wenn es mit der Begrünung schnell gehen soll , bietet sich der "Wechselkordon" mit Reben unterschiedlicher Höhe an, die dann jeweils einzeln in ihrer Etage entwickelt werden.
Palmette Wein
Doppel-Palmetten an einem Holzspalier nach dem Winterschnitt auf Zapfen.
© Fassadengruen, 2011