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Fächer-Erziehung beim Rebstock

Diese Erziehungsform - auch als "freie", "wilde", "unregelmäßige" Form oder "Fächerspalier" bekannt - ist die gebräuchlichste und vermutlich auch älteste für den Rebstock an Wänden. Sie ist vor allem außerhalb der Weinbaugebiete verbreitet und den strengen Kordonformen unterlegen, da sie oft unübersichtlich wird. Der Vollständigkeit halber wird sie hier trotzdem behandelt.

Erziehung von Wein
Fächer-Rebe am Holz- oder Drahtspalier
Fächerformen bei Reben
Freie Formen nach dem Winterschnitt
Alter Rebstock
Alte, mächtige "Fächerrebe"
Rebhstock mit Fächer-Erziehung
Rebstock in weit verzeigter "Fächerform".
Weinstock erziehen
Junger Rebstock im 4. Jahr nach dem Winterschnitt, etwa analog zu Grafik 11 (siehe unten).
Rebstock am Bauernhaus
Alter Rebstock in Fächerform
Rebstock am Haus - Aufbau in freier Form
Alter Rebstock, vermutlich "Königliche Magdalenentraube"
Rebstock beim Austrieb im Frühjahr
Alte Hausrebe
Auch ein so dichter Stammaufbau ist möglich. Manche Rebsorten mögen viel dickes "altes" Holz, es dient dann als Speicher für eingelagerten Zucker und erhöht die Vitalität des Stockes.
Rebstock schneiden
Fächer-Rebe nach dem Winterschnitt
Rebstock in Fächerform
Grafik 02: Winterschnitt im 1./2. Jahr.
Grafik 03: Ausbrechen von Knospen im Frühjahr des zweiten Jahres, Triebwachstum der 5 verbliebenen Knospen, schematisch.
Grafik 05: Es werden die oberen 2 Triebe weg geschnitten und die unteren zu Stamm-Armen formiert werden.
Grafik 06: Der Beginn mit nur 3 Armen hat den Vorteil, dass das Stammgerüst schon an der Basis locker und nicht zu dicht wird.
Grafik 08: Jedem der 3 Arme werden 3-4 Knospen für künftige Triebe belassen. An den Trieb-Enden verbleiben jeweils 1 oder 2 Knospen für die Stammverlängerung, auf den Armen in lockerem Abstand von 20 - 40 cm Triebe für künftige "Abgänge". Nicht benötigte Knospen werden ausgebrochen.
Grafik 09: Austrieb. Die Triebe für die Stammverlängerung werden über den Sommer schon so geheftet, dass im Winter kein Biegen mehr nötig ist. Im Prinzip dürfen alle Triebe ihre Trauben behalten.
Grafik 11: An den Trieben für die Stammverlängerung werden wieder die meisten Knospen oder kleinen Jungtriebe ausgebrochen. Es verbleiben nur pro Trieb 1 - 2 Knospen für die erneute Stammverlängerung und -gabelung sowie wiederum verteilt aller ca. 20 - 40 cm Triebknospen für weitere künftige Abgänge.
Grafik 12: Austrieb. Diese Bild sollte vorausschauend geplant und bei der Anordnung der Abgänge auf den Stämmen berücksichtigt werden, so dass die diese nicht zu dicht angeordnet werden. Sonst behindern sich die Triebe dann Jahr für Jahr beim Austrieb. Ansonsten sollte alles eher unkompliziert und weniger streng als bei den anderen Formen gehandhabt werden. Die Abgänge erhalten später Schnitt auf Zapfen, weiter oben und außen dann auch auf Strecker und Bogen.
© Fassadengruen, 2011