Pergola-Erziehung von Reben

 

 

 

 

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Mit Reben lassen sich auch "grüne Dächer" ausbilden! Die zugehörige Rankhilfe kann ein Carport, eine Pergola oder ein Laubengang sein. Die Dichte der Belaubung lässt sich über die Anzahl der jährlichen Neutriebe, also über die Stärke des Rückschnitts im Winter vorausschauend regulieren.

 

Das Zusammenspiel von Rebe und Rankhilfe funktioniert bei dachartigen Begrünungen so, dass lediglich die Hauptarme der Pflanze, das so genannte "Altholz" (in den folgenden Grafiken dunkelbraun) an Pfosten, Lattung oder Drähte gebunden wird. Die fruchttragenden Neutriebe wachsen dann zunächst steil nach oben, bis sie sich mit zunehmender Last mehr und mehr auf die Rankhilfe auflegen und sich mit ihren Ranken ineinander verkrallen.

 

Unten werden drei verschiedene Varianten für den Aufbau dargestellt, und zwar für schmale (Variante 01), mittlere (Var. 02) und breite Pergolen (Var. 03).

 

 

 

Pergola Erziehung von Wein

Wein-Pergola, schematisch

 

Laubengang Meißen

 

Laubengang

Derselbe Laubengang wie oben nach dem Winterschnitt, Aufbau gem. Variante 02 hier mit überwiegend langem Schnitt (s. unten).

 

Wein Schnitt

Derselbe Laubengang zur Austriebszeit

 

Pergola Wein

Übergrünte Garagen-Zufahrt

 

Pergola-Erziehung Wein

Pergola mit quer verlegten Spanndrähten für Variante 02 ( s. unten)

 

 

 

 

 

Pergola mit Reben

Variante 01 nach dem Austrieb

 

Überspannung Hof

Diese besonders dichte Belaubung wird durch eng nebeneinander geführte Rebkordons an Rankseilen gemäß System 1050 erzielt. Hier auf dem Foto bekamen die braunen Kordonarme Zapfenschnitt, die langen Traubenansätze bzw. Blüten an den jungen Rebtrieben sind sichtbar. Die Anordnung entspricht Variante 03 (s. unten), jedoch mit Zapfenschnitt.

 

Pergola mit Weinreben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reben an Pergola

Rebenpergola mit Spannseilen im Spätherbst (Variante 02 - s. unten, ggf. auch als Zwischenstufe im Aufbau zu Variante 03 hin).

 

Laubengang mit Reben

Neuer Laubengang mit Weinreben

 

Pergolareben

Pergola gem. Variante 03. Es sind die Kordonarme mit dem Zapfenschnitt zu erkennen.

 

Langer Schnitt

Abweichend von den unten gezeigten Varianten noch eine Fächerform, mit langem Schnitt.

 

Weinschnitt Pergola

 

 

 

 

Erziehungsformen für Pergola-Reben

 

 

 

 

 

Variante 01:

für Pergolen mit geringer Breite von 0,5 bis 1,0 m. Das Stammholz der Reben wird hoch geleitet, oben parallel zum Holm geführt und angebunden. Die Abgänge befinden sich aller ca. 15 cm und werden kurz geschnitten.

Beim Aufbau können jedes Jahr zusammen mit der waagerechten Stammverlängerung ca. 3 - 6 neue Abgänge hinzu kommen. Für mehr Laub-Dichte kann ggf. auf den mittleren Schnitt gewechselt werden.

 

 

Variante 02:

für Pergolen, Laubengänge usw. mit einer Breite von 1,0 bis 1,5 m. Wird an frei stehenden Objekten von zwei Seiten begrünt, kann die Breite bei dieser Form insgesamt ca. 3,0 m betragen (s. Foto oben links). Das Stammholz wird entlang der Hauptholme an den Rändern geführt, der Aufbau erfolgt wie bei Variante 01, nur haben die einzelnen Abgänge einen größeren Abstand von ca. 50 cm. Nach und nach werden sie auf den langen Schnitt umgestellt.

 

 

Variante 03:

für Objekte, die noch breiter sind als in Variante 02. Eine sehr variable Form.

Der Aufbau erfolgt analog zum Waagerecht-Kordon, dabei können wie bei einem Kamm auch mehrere Schenkel aus einer Pflanze gezogen werden.

Die Stammschenkel haben einen Abstand von ca. 1 m, die Abgänge erhalten erst kurzen, später ggf. auch mittleren und langen Schnitt.

 

 

 

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