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Waagerecht-Kordon

Der Waagerecht-Kordon war früher bei Wand- und Hausreben sehr verbreitet. Blätter und Früchte wachsen hier aus ein oder zwei waagerechten, streng formierten Stamm-Schenkeln. Es sind einseitige Winkel und T-Formen möglich, der senkrechte Stamm bleibt meist unbegrünt.

Weinstock als Kordon
Winkelförmige und T-förmige Kordons an waagerecht angeordneten Rankdrähten.
Weinkordon
Mittelgroßer Kordon
Waagerechter Kordon
"Innenleben" eines Kordons
Reben Kordon
Breiter Kordon mit nur einer Rebpflanze.
Kordon mit Weintrauben
Kordon in T-Form zur Erntezeit.
Historische Kordons
Kordons vor dem (kurzen) Schnitt, historische Darstellung. Für jede Etage eine gesonderte Rebe - dies ist eine besonders sichere Variante, die dem Verkahlen der unteren Bereiche vorbeugt.
Kordonerziehung
Kordon mit kurzem Schnitt, an 3 Drähten analog zu System 1060.
Kordons
Auch ein Aufbau von 2 Kordon-Etagen aus einer Rebe ist mitunter möglich.
Kordon mit Wein
Spalier-Gurt mit T- und Winkel-Kordons. Mehr Fotos: Seite Winterschnitt.
Hauswein am Spalier
Mehrere Kordons am Lattenspalier.
Weinstock an Wand
Kordons an einer Natursteinmauer
Dorfschmiede mit Wein
Zwei einseitig abgewinkelte Kordons an einer Dorfschmiede
Terrasse mit Wein
Waagerechtkordon an einem Geländer
Wein als Kordon
Bild 02: Vorsichtiges Biegen und Anbinden am untersten Spalierdraht.
Bild 03: Ein an der Biegestelle entstehender Geiztrieb wird ebenfalls vorsichtig gebogen und angebunden, andere werden auf 1 Blatt gekürzt.
Bild 05: Anders als beim senkrechten Kordon wird hier streng nur jede zweite (oder bei dicht stehenden Augen jede vierte) Knospe verwendet, die anderen werden abgeschabt. In kalten Gegenden (z. B. östlich der Elbe) kann unten am Stamm eine Knospe als späterer "Reservezapfen" im Falle starker Frostschäden gezogen werden.
Bild 06: Wachstum der verbliebenen Knospen. Ende August können die Triebe auf ca. 1,0 bis 1,5 m Länge eingekürzt werden, um das Ausreifen der unteren Knospen zu sichern.
Bild 08: Abschaben ("Blenden") von Knospen im Winter bzw. Ausbrechen von Jungtrieben im Frühjahr. Pro Schenkel verbleiben 3 - 5 oben liegende Knospen und ggf. eine am äußeren Ende liegende Stammverlängerungs-Knospe. Der untere Trieb wird - falls vorhanden - als Reservezapfen genutzt.
Bild 09: Wachstum der Fruchttriebe aus den 4 fertigen Abgängen bzw. "Zapfen" und aus den vom Winterschnitt verbliebenen Knospen. Aus letzteren werden dann beim nächsten Winterschnitt wiederum neue Abgänge in Form kurzer Zapfen geschnitten. Ende August können die Triebe wieder auf ca. 1,0 bis 1,5 m Länge eingekürzt werden, um das Ausreifen der unteren Knospen zu sichern.
Bild 11: nach dem Ausbrechen
Variante 1: für die Verlängerung von Kordons, die kräftig tragen sollen und auf Zapfen geschnitten werden
Variante 2: zur Verlängerung von Kordons, deren Abgänge längeren Schnitt bekommen und für Girlanden, bei denen schneller Längenzuwachs bei aufgelockerter Laubverteilung erwünscht ist
Variante 3: zum überbrücken von unbegrünten Zwischenräumen, z.B. auch beim Führen von Kordonarmen um Häuser-Ecken
Bild 12: Nach dem Austrieb im Mai: Die Variante 0 ist unbrauchbar wegen des unregelmäßigen, teilweise schwachen oder fehlenden Austriebes.
© Fassadengruen, 2011