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Mittellanger Schnitt bei Wein

Der mittellange Schnitt bzw. "Streckerschnitt" mit 3 - 7 Augen wird gern bei fächerförmig erzogenem Wein ausgeführt, aber auch an strengen Kordons. So lässt sich eine dichte Verteilung von Fruchttrieben und damit ein hoher Ertrag erreichen. Strecker bieten gegenüber Zapfen mehr Ertragssicherheit, gerade bei jungen, wüchsigen Stöcken und bei einigen alten Weinsorten, deren stammnahe Augen wenig fruchtbar sind. Die Schnittform wird auch oft gemeinsam mit kurzem und langem Schnitt angewandt. Der Schnitt wird hier für einen bereits aufgebauten Wein gezeigt, bitte nutzen Sie vorher ggf. die Informationen zur Erziehung im 1 bis 3. Jahr!

Strecker Schnitt mittel lang
"Strecker mit Ersatzzapfen", zu Beginn des neuen Frühjahresaustriebs.
Schnitt Skizze
Grafik 00: Junge Rebe in Fächerform, eingerahmt ist der im folgenden vergrößerte Ausschnitt nebst einem Trieb (hervorgehoben).
Grafik 02: Es wird zunächst stark, und zwar auf "Zapfen" geschnitten, damit auch ein starker Austrieb stattfindet und die künftigen Ruten kräftig werden.
Grafik 03: formierter Zapfen
Grafik 05: Das Fruchtholz für die übernächste Ernte ("Ersatzholz") wird hier über den gesonderten Zapfen gewonnen. Wichtig: Dieser so genannte "Ersatzzapfen" muss immer näher am Stamm stehen als der jeweilige Frucht-Strecker, damit der gesamte Abgang im Laufe der Jahre sich nicht zu weit vom Stamm entfernt.
Grafik 06: Fertig geschnittener Abgang mit Strecker und Ersatzzapfen
Grafik 08: Formierung des neuen Streckers für die nächste Saison und des Ersatzzapfens für die übernächste Saison. Der Ersatzzapfen muss stets näher am Stamm stehen als der Strecker. Der Strecker kann bei dieser Schnittform bis zu 7 Augen lang sein.
Grafik 09: Fertig geschnittener Abgang mit Strecker und Ersatzzapfen.
Bei kurzen Streckern ist auch das Anbinden entbehrlich.
Grafik 11: Formierung des neuen Streckers für die nächste Saison und des Ersatzzapfens für die übernächste Saison. Der Ersatzzapfen muss wieder näher am Stamm stehen als der Strecker.
Grafik 12: Fertig geschnittener Abgang mit Strecker und Ersatzzapfen.
Grafik 14: Formierung des neuen Streckers für die nächste Saison und des Ersatzzapfens für die übernächste Saison. Der Ersatzzapfen muss wieder näher am Stamm stehen als der Strecker.
Grafik 15: Strecker und Ersatzzapfen.
© Fassadengrün 2012