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Langer Schnitt bei Hauswein

Der lange Schnitt mit 8 - 12 Augen - auch Bogenschnitt, Rutenschnitt oder Guyot-Schnitt genannt - ist die in den Weinbergen übliche Form und wird mitunter auch bei Hauswein praktiziert. Mit diesem Schnittsystem lassen sich wuchsstarke Sorten bändigen, Lücken im Stammgerüst überbrücken und besonders hohe Erträge erzielen. Der Schnitt wird auf dieser Seite für einen bereits aufgebauten Hauswein gezeigt. Bitte nutzen Sie vorher ggf. die Informationen zur Erziehung im 1 bis 3. Jahr!

Bogenschnitt Reben
Zwei Abgänge eines Rebstammes mit "Bogen und Ersatzzapfen", zu Beginn des Frühjahresaustriebs.
Skizze Schneiden
Grafik 00: Junge Rebe in Fächerform, der eingerahmte Bereich wird auf allen folgenden Grafiken betrachtet.
Grafik 02: Es wird zunächst stark, und zwar auf "Zapfen" geschnitten, damit auch ein starker Austrieb stattfindet und die künftigen Ruten kräftig wachsen.
Grafik 03: Formierter Zapfen
Grafik 05: Schnitt der oberen Rute zu langem Fruchtholz und der unteren zum "Ersatzzapfen". Dieser muss immer näher am Stamm stehen als der jeweilige Frucht-Rute, damit der gesamte Abgang im Laufe der Jahre nahe am Stamm bleibt.
Grafik 06: Fertig geschnittener Abgang mit gebogener Fruchtrute ("Bogen") und Ersatzzapfen.
Grafik 08: Formierung des neuen Bogens für die nächste Saison (Fruchtholzschnitt) und des Ersatzzapfens für die übernächste Saison. Der Ersatzzapfen muss stets näher am Stamm stehen als die Fruchtrute, die im Winter wieder entfernt wird!
Grafik 09: Fertig geschnittener Abgang mit Bogen und Ersatzzapfen.
Die Fruchtrute ist diesmal bereits in einer annähernd waagerechten Position und muss quasi nicht mehr gebogen, sondern nur noch angebunden werden.
Grafik 11: Formierung des neuen Bogens für die nächste Saison und des Ersatzzapfens für die übernächste. Der Ersatzzapfen muss wieder näher am Stamm stehen als die Fruchtrute.
Grafik 12: Fertig geschnittener Abgang mit Bogen und Ersatzzapfen.
Diesmal stand die Fruchtrute in einer sehr ungünstigen Position und musste vorsichtig mit Drehen und "Knirscheln" in die gewünschte Lage gebracht und angebunden werden.
Grafik 14: Formierung des neuen Bogens für die nächste Saison und des Ersatzzapfens für die übernächste. Der Ersatzzapfen muss wieder näher am Stamm stehen als die Fruchtrute.
Grafik 15: Fertig geschnittener Abgang mit gebogener Fruchtrute ("Bogen") und Ersatzzapfen.
Grafik 17: Neue Einzeltriebe, die unterhalb des möglichen Ersatzzapfens entspringen, direkt als Bogen nutzen (Verjüngung).
Grafik 18: Schwache Abgänge vorübergehend nur auf Zapfen schneiden (Wechselschnitt)
© Fassadengrün 2012