Es handelt sich hier um eine Variante, die in der Praxis mitunter angewandt, von FassadenGrün aber nicht favorisiert wird. Lediglich bei Dämmstärken über 12 cm kann die Lösung sinnvoll sein. Systemhersteller von WDVS haben die Möglichkeit, nach der vollflächigen Rohmontage der Dämmschicht einzelne Segmente heraus zu schneiden und durch Zylinder oder Platten aus druckfestem Hartschaum zu ersetzen, bevor dann Flechtgewebe und Endputz aufgebracht werden. Werden die Rankhilfen schon vor den Dämm-Arbeiten geplant und an den entsprechenden Stellen solche Hartsegmente gesetzt, kann der nachträgliche Einbau von Stützkörpern entfallen.
Die Belastbarkeit unter starker Biegeknick-Beanspruchung liegt vermutlich etwas unter der Lösung "Stützkörper", nur bei besonders druckfesten Hartschaum-Elementen mit zusätzlicher Druckplatte aus Aluminium könnte sie gering darüber liegen. Bei Dämmstärken über 12 cm ist die Belastbarkeit nur noch gering bis mittel, die bisherigen Erfahrungswerte genügen nicht für verlässliche Aussagen. Eine Bepflanzung mit Starkschlingern scheidet in jedem Fall aus. Der Preis dürfte insgesamt deutlich über der Lösung "Stützkörper" liegen, weil der Einbau der Hartschaum-Segmente oft eine Zusatzleistung der Montagefirmen darstellt und entsprechend abgerechnet wird.
Bitte fragen Sie diese Lösung im Bedarfsfall direkt bei FassadenGrün an. Bei Dämmstärken über 12 cm darf nur noch 3 mm Seil verwendet werden.
Die Rankhilfen lassen sich von Heimwerkern anbringen, die Hartschaum-Segmente eher nicht. FassadenGrün favorisiert diese Lösung auch deshalb eher nicht, weil sie zu Überschneidungen bei der Gewährleistung führen kann, lediglich bei besonders dicken Dämmschichten kommt sie infrage. Für die Pflege gilt das auf der Seite "Stützkörper" Gesagte.



