Hier finden Sie Infos und Bildbeispiele zur Begrünung von Pfosten, Masten, Ranksäulen, Rankstützen, Pfeilern usw.. Für solche senkrecht orientierten Bauteile eignen sich Drahtseile als Rankhilfe hervorragend, weil sie sich zurücknehmen. So kann die jeweilige Kletterpflanze brillieren und es entsteht der Eindruck, als sei das Arrangement "zufällig" zustande gekommen.
Bild 01: Barocker Wandelgang, die Stützen sind seit ca. 250 Jahren mit vertikalen, nah anliegenden Rankdrähten bespannt. Aus solchen Vorbildern wurden die Seilsysteme von FassadenGrün abgeleitet und bieten heute vielfältige Möglichkeiten für vertikale Rankfelder an Stützen, Pfeilern usw.. Meist werden hier einfache, aber auch mittlere und in Ausnahmefällen schwere Bausätze gebraucht. Bitte überprüfen Sie im weiteren Planunsverlauf bei den Kletterpflanzen, ob ein von Ihnen ausgewähltes Seilsystem geeignet ist!
Bild 02: Zur Begrünung solcher Holzstützen genügen oft einfache Systeme wie 1020 und 1030 als "einfache Bausätze".
Bild 03: Seilsystem 1030. Bei besonders repräsentativen Anlagen - hier in einem Kurpark - werden auch schwere Bausätze mit mehr Wandabstand (Kreuzhalter WM 12161) eingesetzt.
Bild 04: Balkonstützen aus Vierkantholz, zwei flankierende Drahtseile gemäß System 1030, hier als mittlerer Bausatz. Mit solchen Anlagen lässt sich Grün in große Höhen bringen und "verteilen". Nachteilig ist das Verkahlen der unteren Bereiche, dagegen können zusätzlich einjährige Kletterpflanzen gesetzt werden, ggf. direkt vom jeweiligen Balkon aus.
Bild 05: Um diesen Pfeiler zu begrünen, wurden zwei Seilsysteme 1020 (einfacher Bausatz) angebracht.






Bild 06: Die Begrünung dieser Pfosten wird mit jeweils einem Rankdraht entsprechend System 1020 fixiert. Rankseilsysteme sollten immer erst ab ca. 0,50 Meter Höhe beginnen, sind dann bis zum oberen Punkt mehr als 1,50 m zu überbrücken, werden Zwischenhalter gesetzt, hier also das System 1030.
Bild 07: Tragende Stalbeton-Säulen werden ungern "angebohrt". Womöglich genügt hier ein einzelner Haltepunkt gemäß Seilsystem 1010. Alternativ zu Rankhilfen können hier auch vorgezogene Solitärpflanzen gesetzt und mit um das Bauteil gezogenem flexiblen Klettbinder oder mit Bandage fixiert werden.
Bild 08: Hier eignen sich Drahtseile als Rankhilfen ganz besonders, weil sie quasi "unsichtbar" bleiben. Mit zunehmender Säulenbreite sollte ggf. aber mehr als nur 1 Senkrechtseil gespannt werden, hier z. B. eine Anordnung entsprechend Seilsystem 4020.







Bild 09: Mehrere Seilsysteme 4020, leichter Bausatz, als Andrück- und Einsteckhilfe
Bild 10: Einfache Rankhilfe aus Draht an den Pfosten einer Rundholz-Pergola, analog zu System 4010.
Bild 11: Schlosspark Sanssouci / Potsdam: Die leidige Frage des Wandabstandes wurde früher oft pragmatisch gelöst: Es gab fast keinen, die Drähte wurden dicht an den Säulen geführt. Dieser Philosophie entsprechen heute die jeweiligen einfachen Bausätze von FassadenGrün, die bei Säulen usw. oft ausreichen. Wichtig: In den empfindlichen Eck- und Randbereichen dürfen keine Dübel gesetzt werden, die Ösen sind spreizdruckfrei mit Verbundmörtel einzukleben. Früher wurde "einzementiert".
Bild 12: Solche Gittermasten können zugleich als Rankhilfe für viele Kletterpflanzen dienen, wenn ihre Funktion durch den Bewuchs nicht beeinträchtigt wird.
Bild 13: Begrünung eines Stahlrohr-Mastes im öffentlichen Straßenraum. Die dazu angebrachten, umlaufenden Rankgitter aus Drahtgeflecht sind extra nur bis halber Höhe geführt, um ein Einwachsen in die oberen Spannseile der Straßenbahnleitungen zu verhindern.
Bild 14: Auch ein Bewuchs mit Selbstklimmern, also völlig ohne Rankhilfen ist möglich.
Bild 15: Auch Ranksäulen können wärmegedämmt sein, dann sind wie hier Kreuzhalter WM 12XX2 zu setzen.

