Werden Pflanzen an eine Fassade gesetzt, geht es meist um "Teilbegrünung". Eine solche, partielle Hausbegrünung versteht sich als Gegenentwurf zur Vollbegrünung und meint, dass nur bestimmte Teile der Wand begrünt werden, was zu einem spannungsvollen Miteinander begrünter und unbegrünter Flächen führt. Verwendet werden vor allem Pflanzen, die an Rankhilfen wachsen. In Ausnahmefällen, mit gezielter Führung und regelmäßigem Schnitt lassen sich aber auch mit Selbstklimmern schöne, kontrastreiche Detailbegrünungen schaffen. Auf dieser Seite finden Sie Anregungen und Beispiele.
Für Wandstellen, wo eine größere Fläche begrünt werden kann, bieten die Seilsysteme viele Möglichkeiten für quadratische oder rechteckige Begrünungsfelder. Diese Felder haben dann meist vier oder mehr Seile / Latten und je nach Wuchsform der Pflanzen unterschiedliche "Gitter"weiten.
Sollen Höhe oder Breite eines Gebäudes betont werden, lassen sich dafür vertikal oder horizontal orientierte Begrünungsbänder in beliebiger Breite formieren. Im ersten Fall eignen sich vor allem Kletterpflanzen mit vertikaler Orientierung, z. B. Einjährige und Schlingpflanzen. Für horizontale Bänder eignen sich Reben und alle Pflanzen, die sich gut "formieren" lassen.
Bei Fassaden mit vielen Fenstern usw. bieten sich mitunter schmale, linienhafte Begrünungen zwischen den Öffnungen an, oft werden dann senkrechte und waagerechte Stränge kombiniert. Meist wird mit nur einem Seil (oder 2) gearbeitet. Die gewünschte Dicke der "Laubwalzen" muss dann ggf. noch über regelmäßigen Schnitt erzeugt und aufrecht erhalten werden.
Wenn Sie einzelne Kletterpflanzen aufrufen, sehen Sie jeweils unten, ob deren Wuchs sich für bestimmte Seilsysteme eignet. Weinreben beispielsweise lassen sich sehr universell für verschiedene Formen von Wandfeldern nutzen. Efeu und Wilder Wein eignen sich meist nicht zur teilweisen Hausbegrünung und müssen ggf. sogar wieder entfernt werden, Tipps dazu s. unter "Bauschäden"







