Die Begrünung frei stehender Mauern, Wandscheiben, Stützmauern usw. erfordert gestalterisch ein etwas anderes Herangehen als die klassische "Fassadenbegrünung". Das beginnt bei der Frage, ob die Mauerkrone mit begrünt wird oder nicht, ob die Begrünung überhängend sein soll usw.. Auf dieser Seite zeigen wir Beispiele zur Mauerbegrünung, beginnend bei historischen Gartenmauern bis hin zu modernen Stütz- und Lärmschutzwänden.
Oft werden an Mauern selbstklimmende Kletterpflanzen wie Wilder Wein und Efeu gesetzt, womit Rankhilfen sich erübrigen. Bei Verwendung dieser Pflanzen aber kommt es in besonderem Maße darauf an, dass die Mauer intakt ist. Die Mauerkrone muss alle Niederschläge abweisen und ableiten, so dass kein Wasser von oben eindringen kann, und sämtliche Fugen sollten geschlossen sein, so dass die Triebe der genannten Pflanzen hier nicht eindringen können. Ebenfalls geeignet und weniger "aggressiv" sind Kletterhortensie und Kletterspindel.








Das ist die klassische Art der Mauerbegrünung! In kühleren Gegenden Mitteleuropas lieben viele Pflanzen die gespeicherte Wärme einer schützenden Wand. In diesem Sinne wurden schon früher Mauern nutzbringend mit Spalierobst bepflanzt. Ab dem Barock wurden sogar Mauergärten mit "Talutmauern" extra angelegt, um Spalierobst zu erzeugen. Neben Holzspalieren wurden Waagerechtdrähte benutzt - aus solchen Anordnungen ist das System 8010 entstanden.










Rankhilfen sind bei fast allen Pflanzen erforderlich, außer Efeu und Wildem Wein. Die Seilsysteme von FassadenGrün decken auch Anwendungsfälle an Mauern ab, z. B. mit den bandartigen Grundformen 8010 und 8020. Ggf. werden mehrere Seilsysteme nebeneinander gruppiert.
Bei Ziegel- und Natursteinmauerwerk sollte nicht in Randbereichen unter 20 cm befestigt werden, hier besteht Rissgefahr! Näheres dazu auf dem Merkblatt Bohrarbeiten an Kletterhilfen. Selbst im Bereich von 25 - 40 cm Abstand sollte bei solchen Mauern besser "spreizdruckfrei", also ohne Dübel und mit Verbundmörtel befestigt werden.









Solche Mauern - meist aus Beton oder Betonfertigteilen - lassen sich gut begrünen, denn die Anbringung der Rankhilfen ist einfacher als bei historischen Mauern. Das betrifft sowohl die sehr stabilen Randbereiche als auch die fehlenden Fugen, die bei alten Mauern mitunter Probleme bereiten.
An hohen Lärmschutzwänden werden sogar oft großflächige Begrünungen gefordert, um diese Bauteile für die Natur- oder Stadtlandschaft erträglicher zu gestalten. Hier gilt es stets, ein Optimum zwischen allen Anforderungen zu finden.
Alle Faktoren wie schnelle Flächendeckung, immergrüner Bewuchs, Pflegearmut, geringer Wasserbedarf, keine oder preiswerte Rankhilfen lassen sich nicht vereinen, hier sind Prioritäten zu setzen. Danach richtet sich dann die Pflanzenwahl. Es gibt sogar schon wissenschaftliche Studien und Langzeitversuche zur Bepflanzung von Schallschutzwänden.










