Vollbegrünung meint die vollflächige "Berankung" einer Hauswand oder sonstiger Wandflächen und gilt als besonders ökologisch. Vollbegrünungen kommen oft ohne Rankhilfen aus, je nach Pflanze können aber auch ganze Spalierwände aus Drahtseil oder Holz gestaltet werden (s. unten). Falls Sie über eine größere Flächenbegrünung nachdenken, kann diese Seite als Entscheidungsgrundlage dienen.
Mit vollflächiger Berankungen lässt sich - gerade in dicht bebauten Städten - das sommerliche Mikroklima verbessern. Die Schlagworte sind: Staubbindung, Sauerstoffproduktion, Temperatursenkung und Erhöhung der Luftfeuchte infolge Verdunstung. Auch Vögel und Insekten erhalten zusätzlichen Lebensraum! Kosten entstehen spätestens dann, wenn die Pflanzen das Dach erreichen und regelmäßig zu schneiden sind. Und je nach Pflanzenart sind im Herbst auch beträchtliche Laubmengen zu entsorgen! Möglich sind auch Bauschäden sowie Mieter-Unmut wegen Spinnen und verdunkelter, zugewachsener Fenster... Noch ein gestalterischer Tipp: Wenigstens stellenweise sollte die Fassade unbegrünt bleiben, um einen spannungsvollen Anblick zu bekommen.
Selbstklimmer brauchen (fast) keine Rankhilfen - so lassen sich mit ihnen unschlagbar billige Flächenbegrünungen schaffen. Das gilt besonders für den Efeu, der ganzjährig seine Blätter behält. Wilder Wein und Wilder Mauerwein sind meist noch schnellwüchsiger und haben leuchtend rotes Herbstlaub, überzeugen allerdings im Winter mit ihrem Aussehen oft nicht.
Die meisten Kletterpflanzen brauchen Ranksysteme, um eine Wand vollständig zu überdecken. Die klassische Vollbegrünung erfolgte früher mit Spalierreben, denn damals wurde Begrünung unter dem Aspekt des Ertrages gesehen. Aber Reben brauchen Pflege und für den Stockaufbau ist Fachwissen nötig, welches Sie auch auf diesen Internetseiten finden. Auch mit Kletterrosen lassen sich größere Flächenbegrünungen schaffen, dort lassen sich ggf. dann auch noch Clematis und Einjährige einfügen.
Oft kommt die Frage nach Mischbegrünung: Alle schönen Pflanzen an einer Wand? Das Prinzip "All in one" mag bei technischen Geräten funktionieren, bei einer Wand-Berankung führt es aber mitunter dazu, dass die stärkste Pflanze die anderen unterdrückt. Auch ein artspezifischer Schnitt bei ineinander verfitzten Trieben ist nur mit erhöhtem Pflegeaufwand zu meistern.









