Hin und wieder finden sich an Begrünungen auch schadhafte Spannseile. Fast immer sind die Halterungen betroffen, die dann direkt an der Wand, also am Punkt der höchsten Biegeknick-Belastung verbogen oder heraus gerissen werden. Dabei kann es sich um Ausführungsfehler, also um mangelhafte Montage handeln, aber leider sind es oft Planungsfehler oder sogar Fehler, die in der Bauweise der Halterungen begründet und dem jeweiligen Hersteller zuzurechnen sind. Solche Probleme treten infolge des langsamen Pflanzenwachstums meist erst dann auf, wenn die Gewährleistungs-Frist gerade überschritten ist... Auf dieser Seite werden Schadbilder und ihre Ursachen erklärt, und Sie erfahren, wie FassadenGrün bei eigenen Produkten vorbeugt.
Werden z. B. Gardinen-Systeme verwendet, die für minimale Lasten konzipiert sind, sind Schäden vorprogrammiert. Meist kommt es zu Verfärbungen, weil der jeweilige Edelstahl nicht genügend rostfest für den Außenbereich ist. Aufgrund der hohen Lasten bei Sturm, regennassem Laub, Früchten usw. werde dann auch bald die Halterungen heraus gezogen. Auch Halter, die eigentlich für Metallstäbe gedacht sind, versagen beim Einspannen von Seil, weil dann mehrfach höhere Zugspannungen als bei Stäben auftreten. Vandalismus-Schäden wiederum entstehen vor allem an falsch geplanten (waagerechten) Seilen wegen des Leiter-Effektes.
Bei Ranksystemen ist anzugeben, für welche Pflanzen sie geeignet sind und für welche nicht. FassadenGrün-Systeme sind in fünf Kategorien geteilt und über die Kletterpflanzen-Seiten ist eine Zuordnung möglich. So wird Überlastungen vorgebeugt.
Spannseile dürfen in der Regel von schlingenden Pflanzen nicht eingewachsen und "gewürgt" werden. Sonst entstehen Zugspannungen von bis zu 500 Kilogramm (3 mm-Seil) oder 1.000 Kilogramm (4 mm-Seil), welche die Halterungen zerstören. FassadenGrün weist auf die Problematik der richtigen Klettertechnik, also auf die "parallele Stammführung" bei den dafür anfälligen Starkschlingern (Blauregen, Baumwürger, Knöterich) hin, und zwar auf der jeweiligen Kletterpflanzen-Seite.
Spannseile werden vielfältig belastet. Das beginnt mit der Vorspannung, später sind es Gewichtslasten von Blättern, Früchten und Stämmen, die schnell 10 Kilogramm pro Quadratmeter erreichen und sich bei nassem Laub (nach Regen) noch verdoppeln. Extreme Gewichtslasten von 50 kg/qm entstehen bei Vereisung, also bei mehrfach überfrierender Nässe und durch Winddruck, gerade in größerer Höhe und an Gebäude-Ecken. Viele Anbieter von Spannseilen befestigen die Seile so, dass bei Lastspitzen (Sturm, Vereisung, Bekletterversuch, aufprallende Spielbälle u. ä.) die schockartigen, sehr hohen Zugspannungen zwangsweise in die Halterungen übertragen werden. Wenn die Halterungen dann noch starr sind und nicht "federn", können sie die Lasten nicht abfangen und werden schnell ausgerissen. Halterungen von FassadenGrün werden durch das Straffziehen per Hand (ohne Seilspanner) nur gering vorgespannt und sind nicht völlig starr, sondern gering federnd konzipiert. Alle Kreuzhalter verfügen zudem über eine Rutsch-Sicherung, das heißt, Überlastungen werden nicht vollständig, sondern nur teilweise auf die Halter übertragen, die Seile rutschen dann ein Stück heraus und können nachgespannt werden.
Meist handelt es sich hier um mehrere Probleme: Die in einem Spannseil entstehenden Zugspannungen werden unterschätzt oder nicht ernst genommen, und die Schäfte werden im Bereich der höchsten Biegeknickbelastung, also beim Einleiten in die Wand auch noch unterbrochen oder im Durchmesser verjüngt und damit knickanfällig, oder die Verdübelung / Verankerung in der Wand wird nicht genügend stark ausgebildet. Halterungen von FassadenGrün haben keine Schaft-Unterbrechung oder -verjüngung, und mit kräftigen Dübeln werden sie tief und sicher in der Wand verankert.
Ein hoher Wandabstand wirkt wie ein Hebel und erzeugt eine besonders hohe Biegeknickbelastung, die den Halter verbiegen oder ausreißen kann. FassadenGrün gibt genau an, welche Wandabstände mit welchen Halterungen maximal zulässig sind.












