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Wandtyp E ("Weiches" Mauerwerk) |
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►►● Wandtyp E ●
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Infos zur Befestigung von Spaliergerüsten in "weiches" Mauerwerk wie Porenbeton ("Gasbeton"), Bimsstein, Lehm(formsteine), mürbe Mauerfugen usw..
Eigenschaften von "weichem Mauerwerk": Unter "Wandtyp E" zählt hier verputztes Mauerwerk, dass eine deutlich geringere Druckfestigkeit als normale Ziegelsteine hat. In erster Linie handelt es sich um Porenbeton, z. B. der Marke "Ytong", im Volksmund auch unter "Gasbeton" bekannt. Auch Mauerwerk aus mürben Natursteinen zählt hier zum "Wandtyp E", des weiteren Wände aus massivem Stampflehm oder Lehmformsteinen. Ein weiterer Spezialfall sind die Fugen von historischen Sichtmauerwerk des Wandtyps A. Sie können hinter einer harten Außenschicht oft bröselig und damit nur eingeschränkt tragfähig sein. "Weiches Mauerwerk" kann verputzt oder unverputzt sein, die Putzstärken können 1 - ca. 4 cm betragen. Die Putze können Styroporkügelchen (Wärmedämmputze) oder kleinste Luftblasen (Luftporenleichtputze) enthalten. All diese Putzschichten sind generell als (mit-) tragender Untergrund für Wandhalter geeignet. Über Fenstern ist ggf. mit Rolladenkästen zu rechnen, in die nicht gebohrt werden darf. Einzelne Fenster, besonders in Spitzgiebeln, haben separate Betonstürze. Bei solchen Stürzen und im Bereich von Geschossdecken, Ringankern und wandintegrierten Stützen kommt es oft vor, dass diese als Beton-Bauteile rückspringend versetzt und mit einer Schicht Wärmedämmung (4 - 6 cm) wandbündig versehen sind, bevor gleichmäßig der Endputz aufgetragen wird. So werden Wärmebrücken im Bereich der Betonteile vermieden. Hier können Probleme bei der Befestigung von Wandhaltern auftreten - s. unten. Diese Stellen sind nach dem Verputzen nicht mehr sichtbar, können aber durch Abklopfen vor Beginn der Bohrarbeiten erkannt werden.
Wandhalter und Dübel für "weiches Mauerwerk": Bitte beachten Sie die Angaben der Befestigungstabelle und der jeweiligen Wandhalter. Für einfache Wandösen mit Schaftstärken bis 8 mm genügen meist Kunststoffdübel. Bei 10 mm Gewindestärke ist eine Verklebung oft sinnvoller, und Elemente mit 12 mm Schaft sind meist zu verkleben. Verklebungen sollten am besten mit konischem, nach hinten vergrößertem Bohrloch ("Hinterschnitt") erfolgen, indem der drehende Bohrer gegen die Bohrlochwandungen gedrückt wird und diese etwas ausfräst. Ein besonders kräftiger Hinterschnitt - mit Vorrichtungen oder Spezialbohrern - mit Aufweitung von 20 - 25 Grad kann die Haltewerte verzehnfachen! Halter der WM 12XX3-Gruppe mit integriertem metrischem Dübel werden in Porenbeton direkt eingeschlagen und dann angezogen. Mit einer Klopfprobe - s. oben - sollten bei Porenbeton alle Bereiche auf verdeckte Wärmedämmung untersucht werden. Lässt sich das Anbohren solcher Bereiche nicht vermeiden, sind dort Wandhalter WM 12XX2 einzusetzen. In Massivlehm werden besonders tiefe Verklebungen (ca. 16 - 24 cm) mit überlangem Schaft und konischem, nach hinten vergrößertem Bohrloch ("Hinterschnitt") empfohlen. Bitte fragen Sie für diese Sonder-Elemente gezielt an. Bei Lehmformsteinen wiederum sind ggf. die Hinweise des Herstellers zu beachten. Dünnschichtige Lehm-Ausfachungen mit Holz-Armierung u. ä. zählen als nicht belastbarer Untergrund, hier ist in die Streben des Fachwerks statt in die ausgefüllten "Gefache" zu befestigen.
Bohrungen in "weiches Mauerwerk": Solche Wände lassen sich meist gut bohren, wenn die möglicherweise gedämmten Problemzonen frei gehalten oder gesondert behandelt werden. Es sollte zunächst immer ohne Schlagbohrwerk und auch mit einem kleineren Bohrer vorgebohrt werden. Lehmwände sind wie oben beschrieben zu behandeln. In Porenbeton ("Gasbeton" wie z. B. "Ytong") wird meist gar nicht gebohrt, sondern ein Loch mit baumarktüblichen Spezialwerkzeugen geschlagen. Das führt zu einer Verdichtung des Materials und besseren Haltewerten nach dem Verdübeln. Bitte nutzen Sie auch die allgemeinen Hinweise auf dem Merkblatt Bohrarbeiten.
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Solche Garagenbauten sind oft aus Porenbeton. Über dem Giebelfenster ist ein separater, gedämmter Sturz zu erwarten.
Neubau aus Porenbeton, noch vor dem Verputzen, Rolladenkästen und Dämm-Verkleidung entlang der Geschossdecke sind sichtbar.
Detail zum Foto oben: Dämmschicht im Bereich der Geschossdecke
Garage
Weinstock an verputzter Lehmwand
Mürbes Naturstein-Mauerwerk
Fugen von Klinkersteinen können hinter einer harten Außenschicht oft bröselig und damit nur eingeschränkt tragfähig sein und gehören deshalb mit zum "Wandtyp E".
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