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Wandtyp H (Verkleidungen oder Rohr) |
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►►● Wandtyp H ●
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Seilsysteme aus Edelstahl: Infos zur Verankerung in Verkleidungen, Trapezblech oder Metallvierkantrohr, Innenseite jeweils unzugänglich
Verkleidungen Eigenschaften: Darunter zählen sämtliche Verschalungen, Bleche, Planken, Platten usw. an Außenwänden, deren Innen- bzw. Rückseite unzugänglich für Befestigungsarbeiten ist. Holzverschalungen und (Holz-) Plattenbaustoffe sind meist ca. 18 - 24 mm stark, sonstige Faserplatten mitunter nur ca. 10 mm. Mitunter werden die Elemente auch "gedoppelt", also in zweifacher Stärke hintereinander angeschraubt und zusätzlich mit Gewebeputz versehen. Bei Fertighäusern gibt es "Sandwich"-Systeme mit in den Platten integrierter Wärmedämmung. Historische Bauten haben in bestimmten Regionen oft kleinteilige Verkleidungen aus auf Lattengerüst genagelten Schieferplatten. In ähnlicher Form werden auch Kunststoffplatten ("Kunstschiefer") verwendet. Wichtig zu wissen: Bei all diesen Aufbauten können Bauschäden auftreten, wenn Kletterpflanzen mit licht-fliehenden Trieben gewählt werden, die in Ritzen und Spalten einwachsen. Das betrifft fast alle Selbstklimmer, aber z. B. auch Blauregen am Seilsystem.
Wandhalter und Dübel für Verkleidungen: Bitte beachten Sie die Angaben der Befestigungstabelle und der jeweiligen Wandhalter. Je nach Wandaufbau können die in Frage kommenden Befestigungsmöglichkeiten stark variieren. Allgemein sind Wandhalter geeignet, die mit einem Kragendübel, Hohlkammerdübel oder auch Kippdübel durchgesteckt und dann fest geschraubt werden, wobei die Dübel sich hinter der Platte verknoten oder aufspreizen. Dabei sind je nach Dübel bestimmte Mindesttiefen des Hohlraumes zu beachten. Das jeweilige Schalbrett o. ä. muss selbst stabiler befestigt sein als die Last, die es mit dem Edelstahl-Seilsystem aufnehmen soll, was oft unterschätzt wird. Zur Abschätzung sind praktischerweise die Dehngrenzen der Seile anzusetzen, also 250 kg Last bei einem 3 mm Seil und 500 kg Last bei 4 mm Seil. 4 mm Seil scheidet von daher fast immer aus. Im Verbund (mit "Nut und Feder") verlegte Schalungen sind immer stabiler als Stülpschalungen u. ä.. Im Zweifelsfall sind Ausgleichsfedern in den Seilverlauf einzubauen. Wenn die Plattenstärke insgesamt mindestens 35 - 40 mm beträgt, eignen sich bei dickeren ("gedoppelten") Materialien einige Wandösen mit Holzgewinde, welche direkt verschraubt werden. Das gilt auch, wenn die hinter einer Schalung verlaufenden Lattungen bzw. Pfosten mittels Suchgerät geortet und für die Befestigung genutzt werden. Bei "Sandwich"-Anordnungen (gedoppelte Holzverschalung, einfache Holzverschalung mit dahinter liegender Wandbauplatte u. ä.) sind dabei die Dicken der tragfähigen Platten zu addieren. Bei Stülpschalungen sind aufgrund der geneigten Auflagefläche ggf. Seilsysteme mit Wandösen ("Leichte Bausätze") zu bevorzugen, die dann aber nur einen geringen Seilabstand zur Wand zulassen. Andernfalls - so bei Kreuzhaltern wie WH 10141 - muss meist ein Schrägstand der Gewindeschäfte in Kauf genommen werden, was zwar optisch, nicht aber funktional ein Problem ist.
Bohrungen in Verkleidungen: Bohrungen in Verkleidungen sind meist unproblematisch, auf Anfrage erhalten Sie leihweise spezielle Bohrer. Mitunter wird aber nicht der dahinter erwartete Hohlraum getroffen, sondern das jeweilige Lattengerüst, was den Anschein einer Bohrung in Vollmaterial erweckt. Dann ist ggf. für diesen einzelnen Punkt oder auch für eine ganze Reihe von Haltern eine andere Befestigung gemäß Wandtyp F zu wählen. An jedem dieser Punkte sollte jedoch mit nochmals vier schrägen Probebohrungen (nach links, rechts, oben und unten) kleineren Durchmessers sicher gestellt werden, dass in etwa die Mitte des jeweiligen Holzquerschnittes und nicht ein sensibler Randbereich erfasst wurde. Ältere Bauplatten können gesundheitsschädliches Asbest enthalten, was beim Anbohren zu beachten ist. Bitte nutzen Sie auch die Hinweise auf dem Merkblatt Bohrarbeiten.
Rohr Eigenschaften: Darunter werden hier rohrartige Materialen, vor allem Metall-Vierkant-Rohr von Balkonstützen, Wintergärten usw. verstanden. Diese Profile sind meist lackiert und aus verzinktem Stahl, bei Leichtbauten wie Wintergärten auch aus Aluminium.
Wandhalter und Dübel für Rohr: Bitte beachten Sie die Angaben der Befestigungstabelle und der jeweiligen Wandhalter. Ergänzend zu den oben bei "Verkleidungen" genannten Varianten ist es hier möglich, Wandhalter mit metrischem Gewinde direkt zu befestigen. Die Wandstärke sollte dabei jedoch mindestens halb so dick wie der Gewindedurchmesser sein, so dass für einen Halter mit M 10 - Gewinde eine Materialdicke von 5 mm erforderlich ist, was bei Balkonstützen in jedem Fall gegeben ist. Leichte Aluminiumrohre sind jedoch oft dünnwandiger. Die Profile einseitig durchbohrt und per Schneidbohrer mit einem Gewinde versehen. Dieses manuelle Gewindeschneiden erfordert Fachwissen sowie Handfertigkeit und sollte im Zweifelsfall durch eine Fachfirma erfolgen.
Bohrungen in Rohr: Bohrungen in Metallprofile müssen nach dem Anzeichnen noch "gekörnt" werden, damit der Bohrer beim Ansetzen nicht "wegläuft". Es sollte mit einem kleinen Bohrer vorgebohrt werden. Das abschließende Durchstoßen der Metallschicht beim Bohren muss sorgfältig erfolgen, weil es hier zum Verhaken und Umschlagen der Bohrmaschine kommen kann. Bitte nutzen Sie auch die Hinweise auf dem Merkblatt Bohrarbeiten.
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Seilsystem aus Edelstahl: Montage von WH 10141 in dahinter liegende Holzpfosten
Wein an Holzverschalung
Rankhilfe an "gedoppelter" Schalung mit dahinter liegender Dämmung und nochmaliger Platte ("Sandwich"), Seilsystem mit Wandhaltern WH 10161.
Schwieriger Fall: Kletterrose an Schieferplatten
Zinkblech-Verkleidung vor Betonplatten, Kreuzhalter WM 12XX2, Weinrebe im Aufbau
Drahtseil-Wandhalter (Sonderform mit Hartholz-Stützscheibe) an einem wandintegriertem Stahlpfosten eines Vorbaus
Balkonstützen aus Metallvierkantrohr
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