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Wandtyp D (Hohlsteine) |
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►►● Wandtyp D ●
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Infos zur Befestigung von Rankseilsystemen aus Edelstahl sowie von Holzspalieren in Hohlsteine und Hochlochziegel aus Beton, gebranntem Ton und Kalksandstein, tragendes Mauerwerk oder Vormauerschalen, jeweils verputzt oder unverputzt.
Eigenschaften von Hohlmauerwerk: Als "Wandtyp D" werden hier Wände deklariert, die aus Hohlsteinen bestehen. Seit ca. 1930 wurden Ziegel nicht mehr nur massiv als "Vollsteine", sondern mit Löchern als "Lochsteine" hergestellt. Zunächst geschah dies wegen der Materialeinsparung und der geringeren Kosten beim Brennen, aber auch, um die Steine beim Verlegen über die Mörtelschicht besser "verzahnen" zu können. Bei Gebäuden, die ab dieser Zeit erbaut wurden, ist oft mit solchen Hohlräumen im Mauerwerk zu rechnen. Später kam dann zunehmend das Thema "Wärmedämmung" hinzu: Mauersteine mit Hohlräumen lassen deutlich weniger Wärme aus dem Haus entweichen als Vollsteine. Die Lochsteine wurden immer weiter optimiert und bestehen inzwischen aus "mehr Loch als Stein". Mit einem Trick werden die Dämmwerte noch weiter erhöht: Dem Ton werden beim Kneten Zusätze wie Sägemehl o. ä. zugemischt, die beim Brand der geformten Steine verbrennen und poröse Hohlräume in den ohnehin dünnen Stegen zurücklassen. Besonders bekannt sind hier "Poroton"-Steine ("poröser Ton"). Dadurch wird allerdings auch die Festigkeit des Steinmaterials z. B. für Verdübelungen gravierend eingeschränkt. Zusätzlich gibt es noch Steine, bei denen die Hohlkammern ausgeschäumt oder mit einem anderen Dämm-Material gefüllt sind. Grundsätzlich werden Hohlsteine heute unterschieden in solche mit dichtem oder porösem Gefüge, wobei die letzteren wie beschrieben geringere Festigkeiten in den Stegen haben. Die Grad der Porosität ist von außen nur schwer zu erkennen, am ehesten noch am Gewicht der Steine. Hohlsteine können verputzt oder unverputzt sein, die Putzstärken können 1 - ca. 4 cm betragen. Die Putze können Styroporkügelchen (Wärmedämmputze) oder kleinste Luftblasen (Luftporenleichtputze) enthalten. All diese Putzschichten sind generell als (mit-) tragender Untergrund für Wandhalter geeignet. Im Gegensatz zu Häusern mit Wärmedämmverbundsystem haben Gebäude aus ungedämmtem Hohlmauerwerk oft kräftige Farben, weil Ihre äußere Putzschicht besser mit Wärmespannungen umgehen kann. Über Fenstern ist ggf. mit Rolladen- oder Jalousiekästen zu rechnen, in die besser nicht gebohrt werden sollte. Einzelne Fenster, besonders in Spitzgiebeln, haben separate Betonstürze. Bei solchen Stürzen und allgemein im Bereich von Geschossdecken, Ringankern und wandintegrierten Stützen kommt es oft vor, dass diese als Beton-Bauteile rückspringend versetzt und mit speziellen Sandwich-Ziegeln nebst integrierter Dämmschicht wandbündig verkleidet sind, bevor gleichmäßig der Endputz aufgetragen wird. So werden Wärmebrücken im Bereich der Betonteile vermieden. An einzelnen Stellen oder (bei älteren Bauten) auch großflächig entlang dieser Problemzonen ist mit einer direkten Schicht Wärmedämmung (4 - 6 cm) zu rechnen. Hier kann es problematisch werden, Halter für ein Rankseilsystem oder ein Spalier zu befestigen - s. unten. Diese Stellen sind nach dem Verputzen nicht mehr sichtbar, sind aber durch Abklopfen vor Beginn der Bohrarbeiten erkennbar.
Wandhalter und Dübel für Hohlmauerwerk: Bitte beachten Sie die Angaben der Befestigungstabelle und der jeweiligen Wandhalter. In Lochsteinen mit dichtem Gefüge und geringerem Lochanteil (Altbauten, Nebengebäude) sind fast alle Wandhalter anwendbar, vor allem mit Allzweck-Kunststoffdübel, Verbundmörtel nebst Siebdübel und ggf. auch Schwerlastanker (bei WM 12133). Kurze metrische Dübel sind hier mitunter ebenfalls geeignet, z. B. bei unverputztem Kalksandstein, meist aber nur in einer Wandtiefe, in der noch keine Hohlräume zu erwarten sind. Bei Lochsteinen mit porösem Gefüge und hohem Lochanteil (wie Poroton) ist ein spezieller Premiumdübel einzusetzen. Andere Kunststoffdübel und Schwerlastanker (WM 12XX3) sind dann einsetzbar, wenn die Steine die Druckfestigkeitsklasse 12 (Hlz 12) oder darüber angehören. Alternativ und auch im Zweifelsfall können Wandhalter immer auch mit Verbundmörtel nebst Siebdübel verklebt werden. Mit einer Klopfprobe - s. oben - sollten zudem alle Wandbereiche auf verdeckte Wärmedämmung untersucht werden. Lässt sich das Anbohren solcher Bereiche nicht vermeiden, sind dort Wandhalter WM 12XX2 einzusetzen.
Bohrungen in Hohlmauerwerk: Solche Wände lassen sich meist gut bohren, wenn die oben genannten Problemzonen, die gedämmt sein können, frei gehalten oder gesondert behandelt werden. Hohlsteine mit einem hohen Anteil von Luftkammern ("Poroton") sind generell ohne Schlagbohrwerk zu bohren, weil sonst in den schmalen Stegen Abplatzungen entstehen und die Tragfähigkeit der Verdübelung drastisch sinkt. Deshalb sollte auch mit einem kleineren Bohrer vorgebohrt werden. Probleme können auftreten, wenn in Randbereiche der Stege gebohrt wird und die Bohrung "wegläuft" und schief wird. Durch Aufbohren mit 16 mm und Verwendung einer Injektage mit Siebdübel lässt sich die Ausrichtung bei Wandhaltern bis 10 mm Schaftstärke gut korrigieren. Bitte nutzen Sie auch die allgemeinen Hinweise auf dem Merkblatt Bohrarbeiten.
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Rankseilsystem 4030 an einer kräftig eingefärbten Wand aus Hohlziegeln
Hochlochsteine vor dem Verbau, poröses Gefüge
Lochziegel mit geringem Lochanteil und dichtem Gefüge
Hohlklinker an einer historischen Fassade
Neubau mit Hochlochziegeln, Verkleidung der Decken und Einzelsturz über dem oberen Fenster sind sichtbar.
Partieller Einbau von dämmenden Styropor-Platten an möglichen Wärmebrücken, ergänzend zu der umlaufenen Verkleidung der Betondecke. (Detail zum Foto oben)
Mischbau aus Hohlmauerwerk (rotbraun) und aus mit Wärmedämmung (weißrosa) kaschierten Betonstützen und -Riegeln. Im hinteren Bereich ist eine gedämmte Stütze in das Mauerwerk integriert.
Zweischaliger Wandaufbau: Tragende Betonwand, Wärmedämmung, Außenschale aus Hohlsteinen mit historisierenden Elementen
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