
Beschreibung / Preis
Wandhalterung bzw. "Kreuzhalter", aus Edelstahl A4, glatter Schaft d = 12 mm, aus besonders biegesteifem A4-80, mit integriertem Ankersystem (Patentschutz). Mit Madenschraube, Kreuzkopf, Kontermuttern, Stellmutter, Pressscheibe für den Bohrlochabschluss, Dichtung aus Neoprene, Abstandskörper aus Kunststoff mit Spreiz-Indikator, Spreizkonus und metrischem Dübel (beide aus galvanisch verzinktem Stahl). Wandabstand 90 mm. Einfache Montage. Der Kopf ist auch separat erhältlich. >>> Preis.
Verwendung
Standard-Wandhalterung für massive Bausätze. Für Drahtseil 3 und 4 mm. Für einfache oder kreuzweise, ggf. auch dreifache Seil-Führung. Für verputztes und unverputztes Mauerwerk aus Beton, Voll- und bedingt auch Hohlsteinen (s. unten) und weicheres Mauerwerk wie Porenbeton ("Gasbeton"). Aufgrund des Spreizdruckes nicht für Randbereiche frei stehender Mauern, Mindestabstand vom Rand ca. 25 cm. Auch direkt in Massivholz d > 8 cm verwendbar. Nicht für Wände mit Wärmedämmung, Holzbekleidungen und Plattenbaustoffe, s. auch bei Wandtypen. Bei stark stammbildenden Pflanzen wie Blauregen, Knöterich und Baumwürger auf parallele Stammführung achten, dauerhafte Umschlingung des Stahlseiles vermeiden wie bei Blauregen beschrieben. Bitte nutzen Sie auch die Infos zur Auswahl passender Kreuzhalter.
Montage
Bitte beachten Sie dabei ggf. das Merkblatt Bohrarbeiten. Bohrung von 16 mm Durchmesser und 9 cm Tiefe herstellen, die vordere Hälfte des Bohrloches wenn möglich gering erweitern auf ca. 16,5 mm Durchmesser, z. B. durch leichtes Abfräsen der Bohrlochwandung bei laufendem Bohrer, ohne Schlagwerk. Für eine optimale Abdichtung sollte der Untergrund einigermaßen eben sein oder hergerichtet (abgeschmirgelt) werden. Die bereits komplett vormontierte Wandhalterung wird in das gereinigte Bohrloch geführt, ggf. am Kopf (Kreuzklemme) leicht eingeschlagen (Bild 04), bis die Gummidichtung in Kontakt zur Wand kommt. Lässt sich die Halterung nur schwer einführen, kann die Bohrung nochmals nachgebohrt und durch seitlichen Druck oder geringes Verkanten des Bohrers geweitet werden. Ist der Bohrdurchmesser hingegen zu groß geraten, wird der Dübel vor dem Einschieben etwas näher heran gedreht. Durch leichtes Ausbeulen des Abstandskörpers wird dann ein besserer "Griff" an der Bohrlochwandung ermöglicht, und das Element dreht beim Anziehen nicht durch.
Dann die Wandhalterung mittels Maulschlüssel an der Doppelmutter fassen und eindrehen (Bild 05). Der Schlüssel muss an der breiten, vorderen Mutter angreifen. Nach einigen Umdrehungen - rechts herum wie beim Eindrehen einer gewöhnlichen Schraube - beginnt der innere metrische Dübel sich aufzuspreizen, erkennbar am Zusammenquetschen der außen über stehenden Kunststoffhülse (Spreiz-Indikator - Bild 06). Ist die überstehende Kunststoffhülse komplett gequetscht (Bild 07), wird der Halter noch gemäß der Kreuznuten ausgerichtet. Die weitere Montage erfolgt wie für massive Bausätze beschrieben.
Besonderheiten bei Hochlochsteinen
Die Verwendung in Lochsteinen mit dichtem Gefüge ist meist problemlos möglich. In porosierten Hochlochziegeln wie Poroton, Eder u. a. ist eine Verwendung dann möglich, wenn es sich um Steine der Kategorie Hlz 12 oder darüber, also Hochlochziegel mit Druckfestigkeitsklasse 12 handelt. Bei geringerer Festigkeitsklasse sollten die inneren Stege möglichst breit sein. Vom Aufbau der Kammern her muss gesichert sein, dass der Dübelkopf mindestens den zweiten Steg greifen kann, dieser muss also spätestens 6 cm innen hinter der Putzaußenkante (nicht Steinaußenkante !) beginnen. Die Montage endet in Hochlochsteinen dann bei Bild 06, das letzte kräftige Anziehen wie bei Bild 07 entfällt. Falls es bei der Montage dennoch zum deutlichen "Knistern" im Stein kommt, können Sie den Kreuzhalter wieder herausschrauben und die gesamte Lieferung gegen Klebeanker (WM 12191) umtauschen. Im Zweifelsfall ist immer das Element WM 12191 mit Verklebung zu bevorzugen.
Besonderheiten bei Porenbeton
In Porenbeton ("Gasbeton", z. B. "Ytong") wird die Wandhalterung eingeschlagen und dann angezogen. Sinnvoll ist eine kurze, also max. 1,5 cm tiefe Vorbohrung d=16 mm zur Durchstoßung der äußeren Putzschicht, um Abplatzungen beim Einschlagen zu vermeiden. Dann eine Vorbohrung 6 - 8 mm Durchmesser, besser noch ein per Dorn geschlagenes Loch, um das umliegende Material zu verdichten. Es können dann 10 und mehr Umdrehungen nötig sein, bis der Dübel das umliegende Steinmaterial genügend verdichtet hat und "greift".
Besonderheiten - Allgemeines
Dieser Kreuzhalter kann wieder aus der Verdübelung geschraubt werden.
Herkunft
"Made in Germany" (Sachsen), Schaft aus Nordrhein-Westfalen, Dübelsystem aus Baden-Württemberg, Sechskantmuttern aus Fernost.





