Auch "Duftrebe", Uferrebe", "Resedawein" genannt, lat.: Vitis riparia, auch Vitis berlandieri. Die genannten Wildreben haben extrem gesundes und trotzdem "echtes" Weinlaub. Sie sind pflegeleicht und vor allem für dekorative Zwecke geeignet, schaffen "Wein-Ambiente" ohne hohen Pflegeaufwand.
vollsonniger bis (halb-)schattiger Standort, bei Sonne schönere gelbe oder rote Herbstfärbung.
Ranker, starker Wuchs mit jährlichem Triebzuwachs von 1 - 4 Metern, auch schleppenartig überhängend. Belaubung von Mai bis Oktober.



Unscheinbare, grüngelbe Blüten im Frühsommer, unbedeutende oder gar keine Früchte. Vorteil: Probleme, die an reifen, hängenden Trauben auftreten können, werden vermieden.
Stäbe, Gitter, Pergolen, Laubengänge, Drähte oder (Draht-)Seile vor allem zum Anheften der alten, dicken Stämme. Geeignete Seilsysteme s. unten, Stammführung ähnlich wie dort jeweils für Weinreben skizziert. Einfache, an Wänden besser mittlere und schwere / massive Bausätze.




Sommer- und Winterschnitt je nach Bedarf, um dem Wuchs Einhalt zu gebieten und "Verstrüppung" zu vermeiden. Erziehung am besten als Kordons mit Zapfenschnitt wie gewöhnliche Reben.
Es gibt weit über 100 Vitis-Wildreben mit unterschiedlich starker Mehltau- und Frostresistenz. Züchtungen aus den beiden oben genannten Arten sind in Deutschland als Unterlagsreben verbreitet und können ggf. verwendet werden. Von der früher im Handel gewesenen "Vitis odoratissima" (Duftrebe) befinden sich noch Exemplare in Botanischen Gärten.
Folgende Unterlagsreben bilden nur männliche Blütenansätze und damit überhaupt keine Trauben und sind deshalb mitunter besonders geeignet: Teleki 8B, SO 4, Börner, Couderc 3309. Leider sind sie schwer beschaffbar, da Unterlagen-Pflanzgut nicht für den regulären Verkauf vorgesehen ist.














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