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Wilder Wein, dreilappig (auch "Mauerkatze" genannt) Parthenocissus tricuspidata "Veitchii"
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►►● Wilder Wein, dreilappig ● |
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Wilder Wein nach dem Austrieb im Frühjahr, noch in ganz hellem Grün.
Waagerechtes Gesims als Wuchsbremse
Hier wird dem Wilden Wein durch regelmäßigen Schnitt eine klare, horizontale Grenze gesetzt. Ohne diese würde er schnell das Dach erobern.
Erreicht Wilder Wein das Dach, sollte alljährlich mindestens ein meterbreiter Streifen wieder frei geschnitten werden, am besten in der laubfreien Zeit. Genügt das nicht, ist mindestens ein zusätzlicher Sommerschnitt erforderlich. Diese Arbeit ist aufwendig und teuer, besonders wenn Hebebühnen zum Einsatz kommen müssen. Deshalb haben sich viele Hausbesitzer wieder von ihrem grünen Pelz getrennt.
Der Schnitt sollte jedes Jahr wiederholt werden, denn schnell ist der frei geschnittene Bereich wieder zugewachsen, und die Pflanze will erneut in den Traufkasten eindringen.
Dreilappiger Wilder Wein klettert mit sehr kräftigen Haftscheiben, in Österreich wird er deshalb "Mauerkatze" genannt.
Laubfall in zwei Etappen: Erst die Blätter, dann die Blattstiele
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Dieser Wilde Wein begrünt als "Selbstklimmer" schnell große Flächen. Auch der Verzicht auf Rankhilfen und die rote Herbstfärbung machen ihn so beliebt. Neben dem Efeu ist er "des Deutschen liebstes Kind" in der Fassadenbegrünung.
Ansprüche Vollsonniger bis (halb-)schattiger Standort, bei Sonne schönere Herbstfärbung
Wuchs und Blätter Selbstklimmer, die Haftscheiben nehmen fast jede Oberfläche an. Jährlicher Triebzuwachs 1 - 2 m. Belaubung von Mai bis Oktober.
Blüte und Frucht Unauffällige, winzige grüngelbe Blüten im Frühsommer, dann kleine blauschwarze Beeren, nach dem Laubfall beliebte Vogelnahrung.
Diese, aber auch nur diese Art Wilder Wein kommt oft völlig ohne Rankhilfen aus. In Einzelfällen, z. B. an windexponierten Wänden, können Absturzsicherungen als Seilsysteme (s. unten) als leichter oder mittlerer Bausatz, bei großen Höhen auch als schwerer Bausatz erforderlich sein. Bei sehr alten Exemplaren kann das Stammgerüst gemäß Seilsystem 1010 geheftet werden.
Schnitt Sommerschnitt je nach Bedarf, um dem kräftigen Wuchs Einhalt zu gebieten, Winterschnitt wie auf den Fotos beschrieben
Bemerkungen Wilder Wein kann starke Bauschäden verursachen! Die Pflanze wächst teilweise negativ phototrop (lichtfliehend), die Triebe können mit ihrem Dickenwachstum Bauteile absprengen, Rolladenkästen verstopfen und Dachschindeln anheben. Bei ungenügender Laubentfernung kann die Dachentwässerung verstopfen. Eine häufig gestellte Frage im Zuge einer Fassadensanierung ist die des Umgangs mit den beim Abreißen der Pflanze an der Wand verbleibenden Haftfüßen: Hier hilft nur Abflammen und anschließend neu Malern.
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Wilder Wein, Quedlinburg / Sa.-Anhalt
Diese Begrünung ist so reizvoll, weil die Wand nicht völlig zugewachsen ist. Nur durch regelmäßige Pflege und Schnitt lässt sich dieser Zustand aufrecht erhalten.
Gera / Thüringen: Ein offenbar nach der Fassadensanierung wieder angehefteter "Weinbaum". Auch hier lässt sich nur mit ständiger Pflege ein Vollbewuchs vermeiden.
Halberstadt / Sachsen-Anhalt: Nochmals ein Plädoyer dafür, den Vollbewuchs bei ausdrucksstarken Fassaden ggf. zu verhindern. Mit noch mehr (Wand-) Gelb statt Grün wäre dieses Ensemble reizvoller!
Junger, hängender Trieb, an den Enden der vielfach gegabelten Ranken sind bereits die Haftfüße zu erahnen.
Beginnende Färbung
Volle Herbstfärbung
Berlin, Preußische Staatsbibliothek, die unteren Wandbereiche liegen mehr im Schatten und haben eine eher gelbe Herbstfärbung.
Herbstschmuck
Das Erscheinungsbild im Winter wird oft als problematisch angesehen.
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Geeignete Seilsysteme für Dreilapp. Wilden Wein (Absturzsicherung) Bitte klicken Sie auf die Grafiken !
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= geeignet |
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= bedingt geeignet |
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= nicht geeignet |
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