Mittlere Ausführung

 

 

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Bei FassadenGrün sind Rankgerüste aus Edelstahl-Drahtseil zu 54 "Seilsystemen" klassifiziert und jeweils in drei unterschiedlichen Ausführungen darstellbar - natürlich immer in Edelstahl-Metall und zum selbst Bauen. Die "Mittlere Ausführung" ist die zweite der drei Varianten - hier werden lange Seile durch regelmäßig eingebaute Kreuzhalter in Abschnitte "entkoppelt", die einzelnen Bereiche wirken dann straffer. Die Kräfte verteilen sich auf mehr Haltepunkte, die einzelnen Halter werden entlastet. Stahlseil-Rankgerüste in mittlerer Ausführung sind :

  • für viele Fälle geeignet

  • für leichte bis mittlere Lasten

  • für Wandabstände von 4 - 5 cm

  • für 3 mm Drahtseil

  • leicht zu montieren, Bohrdurchmesser meist 12 mm

Sie können die Seilsysteme fertig konfektioniert als "Mittlere Bausätze" kaufen, ggf. durch Zusatzartikel ergänzen oder alle Elemente im Onlineshop selber zu Bausätzen zusammenstellen. Falls Sie Hilfe brauchen, nehmen Sie bitte Kontakt auf!

 

Einsatzbereich

Die "Mittlere Ausführung" wird vorrangig für den privaten und halböffentlichen Bereich empfohlen. Die 3-mm-Seile sind preiswerter, bei der Schlaufenbildung flexibler  und erfordern nicht so massive Halter wie 4 mm Seil ("Schwere Ausführung"). Bei großen Höhen, starker Belastung, im öffentlichen Raum (Vandalismus!) und bei Kletterpflanzen, wo es speziell angegeben wird, ist eine schwere Ausführung geeigneter. Bitte nutzen Sie bei Bedarf auch die allgemeinen Hinweise zur Planung.

 

Wandhalter / Untergrund

Bausätze in mittlerer Ausführung sind für alle Arten von Mauerwerk und Massivholz geeignet und enthalten immer Wandhalter aus Inox- bzw. Nirosta-Metall (Edelstahl) mit 10 mm-Schaft und Dichtung, und zwar Kreuzhalter WH 10141 und/oder Ringschrauben WH 10140 (im folgenden "Ösen" genannt), mitunter auch beide Arten. Falls Sie Bausätze selber zusammen stellen (lassen), sind auch andere Halter möglich, die Auswahl richtet sich dann nach dem Untergrund (s. Befestigung):

  • WM 10100 / WM 10101 für Metallvierkantrohr und dünne Beton-Schalen

  • WM 10083 für lösbare Verbindung in dünne Beton-Schalen

Montage mittlerer Bausätze

Der folgende Text ergänzt die Montage-Grafiken bei dem jeweiligen Seilsystem. Der Text gilt vorrangig für mittlere Bausätze, die Kreuzhalter UND Ösen enthalten. Solche Anordnungen lassen sich zügig aufbauen, die Ösen dienen dazu, ein außen umlaufendes Drahtseil ("Rahmenseil") in den Ecken des Rankgerüstes umzulenken. Alternativ können mittlere Bausätze auch nur Ösen oder nur Kreuzhalter enthalten. In diesem Fall können Sie ergänzend die Montagetexte für leichte oder schwere Bausätze nutzen.

Bitte klären Sie vor einer Bestellung auch, ob Kauf bzw. Ausleihe der nachfolgend genannten Werkzeuge im Onlineshop nötig sind!

 

Rankgerüst für Clematis montana.

 

Rankgerüst aus Drahtseil - Mittlerer Bausatz

Rankgerüst aus Edelstahl, Material für ein Seilsystem 4030 als mittlerer Bausatz

 

 

 

Nach dem Bohren alle Löcher mit dem Ausbläser reinigen. Dann die Halter am Schaft etwas fetten, eindrehen, einstecken oder einkleben (bei Verklebung nicht fetten) und anschließend mittels Stellmutter und Stützscheibe bei mittlerer Handkraft verspannen. Graue Ellipsen (Grafik) markieren Ösen und zeigen ihre Ausrichtung entsprechend des späteren Kräfteverlaufs. Bei manchen Grundformen sind Seilschlaufen vorgesehen, ggf. werden zusätzliche Kauschen eingesteckt und mittels Zange zusammen gedrückt.

 

 

Kleine graue Kreise (Grafik) markieren Kreuzhalter, zusätzlich zeigen hier rote Balken die Ausrichtung der Nuten des Kreuzkopfes. Manchmal müssen die Nuten diagonal (im 45-Grad-Winkel) stehen. Kreuzhalter werden ohne Madenschrauben befestigt (Foto) und dann mittels Stellmutter und Stützscheibe bei mittlerer Handkraft verspannt.

 

 

Auf den Grafiken der jeweiligen Grundform wird eine verschnittarme Montage gezeigt, die meist ohne jegliche Schraubspanner auskommt. Bei manchen Grundformen wird das Rahmenseil nicht mit Schlaufen und Seilklemmen, sondern direkt in den Kreuzhaltern befestigt. Dazu wird das Seil wie gezeigt durch mehrere Ösen gefädelt und mit ca. 10 cm Überstand schlaff in den Kreuzhalter gelegt. Die Madenschraube wird eingesetzt, mäßig angezogen und im zweiten Schritt durch Gegenhalten mit einem Maulschlüssel (Foto) fest gezurrt.

 

 

Bei vielen Grundformen wird das äußere "Rahmenseil" mit zwei Schlaufen befestigt. Dazu wird das Seil anfangs durch mehrere oder sogar alle Ösen gezogen, und zwar in der jeweils aufgezeigten Reihenfolge. In die Kreuzhalter wird das Seil noch nicht eingelegt. Ein Doppel-Knick im Drahtseil (Foto) mit 15 cm Überstand erleichtert das Ausbilden der folgenden, ersten Schlaufe.

 

 

Nach dem Einfädeln wird an einer bestimmten Öse die erste Seilschlaufe ausgebildet (Grafik). Das Seil wird um die zusammen gedrückte Kausche gewunden und unmittelbar dahinter mit einer Seilklemme geklemmt. Der  Seilüberstand hinter der Klemme sollte ca. 10 cm betragen.

Anschließend wird das Seil auch durch die Nuten der Kreuzhalter geführt (Grafik), und zwar schlaff und ohne dass Madenschrauben eingesetzt bzw. fest gezogen werden.

 

 

Die nächsten Schritte finden an jener Öse statt, durch die das Seil zuallererst gefädelt wurde. Dort also wird  nun das andere Ende des Seiles hinter dem Halter mittels Montageschraubstock gefasst und mit Handkraft (ca. 5 - 10 kg) straff gezogen. Dabei ist ein zweiter Montageschraubstock zum Fixieren beider Stränge knapp hinter der Öse (Foto) hilfreich,  damit in Ruhe die Seilklemme (Grafik) gesetzt werden kann. Dann werden die Schraubstöcke gelöst und das Seil wird - mit ca. 10 cm Überstand - hinter der Klemme mit einer Seilschere  abgeschnitten.

 

 

Wird ein Seil in einem Kreuzhalter gestrafft (Grafik), wird der zweite Montageschraubstock direkt hinter dem Kreuzhalter (Foto) auf das Seil geklemmt, um den gestrafften Zustand vorübergehend zu fixieren. Diese Funktion kann auch ein Klemmring erfüllen. Nach Festziehen der Madenschraube im Kreuzhalter wird die Fixierung entfernt.

 

 

Wenn ein Seil - hier das Rahmenseil -  durch einen oder mehrere Kreuzhalter läuft, wird es dort zunächst nur eingelegt, die Madenschrauben werden noch nicht eingedreht oder wenn dann nur zum provisorischen Fixieren des Seiles. Das endgültige Festziehen dieser Madenschrauben geschieht zum Schluss bzw. dann, wenn im jeweiligen Halter etwas später ein zweites Seil befestigt wird (Foto) und der Halter auf der entsprechenden Grafik dann fett rot markiert ist.

 

 

Sind auf den Grafiken weitere Seilabschnitte gezeigt, werden sie nach dem oben gezeigten Prinzip verlegt. Auf Stellen, wo Drahtseile sich kreuzen (Grafik), werden noch frei schwebende Schraubkreuze oder Presskreuze gesetzt, wenn die Grafiken dies zeigen. Zum Schluss erhalten alle überstehenden Seil-Enden noch Endmuffen oder ggf. auch Endhülsen (Foto). Wenn die Seile wie angegeben jeweils ca. 10 cm überstehen, können sie dort in späteren Jahren, falls erforderlich, wieder gefasst und erneut gestrafft werden.

 

 

 

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