Was sind "mittlere Bausätze"? Bitte nutzen Sie den Link, wenn Sie zunächst allgemeine Infos benötigen. Hier, auf dieser Seite geht es um die Montage solcher Bausätze oder selbst zusammen gestellter Rank-Sets aus Kreuzhaltern und 3 mm-Seil. Alle Infos dieser Seite sind im Zusammenhang mit den 10 - 25 Montage-Grafiken bei dem jeweiligen Seilsystem zu sehen. Bitte nutzen Sie den Link und gehen Sie zu dem von Ihnen gekauften Seilsystem. Die hier gezeigten Bilder ergänzen die dortigen Ablauf-Grafiken und gelten vorrangig für mittlere Bausätze, die Kreuzhalter UND Ösen enthalten. Solche Anordnungen lassen sich zügig aufbauen, die Ösen dienen dazu, ein außen umlaufendes "Rahmenseil" in den Ecken umzulenken. Alternativ kann die mittlere Bauweise auch NUR Ösen oder NUR Kreuzhalter enthalten. In diesem Fall können Sie ergänzend die Montagetexte für einfache oder schwere Bausätze nutzen. Bitte klären Sie vor einer Bestellung auch, ob Sie Werkzeug benötigen!
Kleine graue Kreise (Grafik) markieren Kreuzhalter, winzige rote Balken zeigen die Ausrichtung der Nuten des Kreuzkopfes. Manchmal müssen die Nuten diagonal (im 45-Grad-Winkel) stehen. Graue Ellipsen (Grafik) markieren Ringschrauben und zeigen ihre Ausrichtung entsprechend des späteren Kräfteverlaufs. Alle Punkte bohren, danach mit Bürste und Ausbläser reinigen. Bei manchen Seilsystemen sind Seilschlaufen vorgesehen, ggf. werden Kauschen eingesteckt und mittels Zange zusammen gedrückt (Foto).


Allte Halterungen montieren, dabei bitte das Produktblatt des jeweiligen Wandhalters beachten (standardmäßig bei Bausätzen meist WH 10141 oder WH 10140). Meist werden die Halter am Schaft etwas gefettet und eingedreht, ggf. auch mit Verbundmörtel (ohne Fett) verklebt. Madenschrauben bei Kreuzhaltern werden zur Montage entfernt. Anschließend werden Stellmutter und Stützscheibe bei mittlerer Handkraft gegen die Wand verspannt.


Auf den Grafiken der jeweiligen Grundform wird eine verschnittarme Montage gezeigt, die meist ohne jegliche Schraubspanner auskommt. Bei manchen Grundformen wird das Rahmenseil nicht mit Schlaufen und Seilklemmen, sondern direkt in den Kreuzhaltern befestigt. Dazu wird das Seil wie gezeigt durch mehrere Ösen gefädelt und mit ca. 10 cm Überstand schlaff in den Kreuzhalter gelegt. Die Madenschraube wird eingesetzt, mäßig angezogen und im zweiten Schritt durch Gegenhalten mit einem Maulschlüssel (Foto) fest gezurrt.


Bei vielen Grundformen wird das äußere "Rahmenseil" mit zwei Schlaufen befestigt. Dazu wird das Seil anfangs durch mehrere oder sogar alle Ösen gezogen, und zwar in der jeweils aufgezeigten Reihenfolge. In die Kreuzhalter wird das Seil noch nicht eingelegt. Ein Doppel-Knick im Drahtseil (Foto) mit 15 cm Überstand erleichtert das Ausbilden der folgenden, ersten Schlaufe.


Nach dem Einfädeln wird an einer bestimmten Öse die erste Seilschlaufe ausgebildet (Grafik). Das Seil wird um die zusammen gedrückte Kausche gewunden und unmittelbar dahinter mit einer Seilklemme geklemmt. Der Seilüberstand hinter der Klemme sollte ca. 10 cm betragen.
Anschließend wird das Seil auch durch die Nuten der Kreuzhalter geführt (Grafik), und zwar schlaff und ohne dass Madenschrauben eingesetzt bzw. fest gezogen werden.


Die nächsten Schritte finden an jener Öse statt, durch die das Seil zuallererst gefädelt wurde. Dort also wird nun das andere Ende des Seiles hinter dem Halter mittels Montageschraubstock gefasst und mit Handkraft (ca. 5 - 10 kg) straff gezogen. Dabei ist ein zweiter Montageschraubstock zum Fixieren beider Stränge knapp hinter der Öse (Foto) hilfreich, damit in Ruhe die Seilklemme (Grafik) gesetzt werden kann. Dann werden die Schraubstücke gelöst und das Seil wird - mit ca. 10 cm Überstand - hinter der Klemme mit einer Seilschere abgeschnitten.


Wird ein Seil in einem Kreuzhalter gestrafft (Grafik), wird der zweite Montageschraubstock direkt hinter dem Kreuzhalter (Foto) auf das Seil geklemmt, um den gestrafften Zustand vorübergehend zu fixieren. Diese Funktion kann auch ein Klemmring oder Schraubkreuz erfüllen. Nach Festziehen der Madenschraube im Kreuzhalter wird die Fixierung entfernt.


Wenn ein Seil - hier das Rahmenseil - durch einen oder mehrere Kreuzhalter läuft, wird es dort zunächst nur eingelegt, die Madenschrauben werden noch nicht eingedreht oder wenn dann nur zum provisorischen Fixieren des Seiles. Das endgültige Festziehen dieser Madenschrauben geschieht zum Schluss bzw. dann, wenn im jeweiligen Halter etwas später ein zweites Seil befestigt wird (Foto) und der Halter auf der entsprechenden Grafik dann fett rot markiert ist.


Sind auf den Grafiken weitere Seilabschnitte gezeigt, werden sie nach dem oben gezeigten Prinzip verlegt. Auf Stellen, wo Drahtseile sich kreuzen (Grafik), werden noch frei schwebende Schraubkreuze oder Presskreuze gesetzt, wenn die Grafiken dies zeigen. Zum Schluss erhalten alle überstehenden Seil-Enden noch aufgepresste Endhülsen (Foto) oder ggf. auch Endmuffen. Wenn die Seile wie angegeben jeweils ca. 10 cm überstehen, können sie dort in späteren Jahren, falls erforderlich, wieder gefasst und erneut gestrafft werden.

