Auf dieser Seite geht es allgemein um Seil, Draht und Stäbe von FassadenGrün, landläufig zusammen gefasst als "Edelstahldraht", um Gemeinsamkeiten, Unterschiede und ihr historische Entwicklung als Rankhilfen. FassadenGrün verwendet für leichte Bausätze 2 mm Seil, für einfache und mittlere Bausätze 3 mm Durchmesser und für schwere sowie massive Bausätze 4 mm. Diese Stärken sind ausreichend für die hier vertretenen Konzepte. Auch zu Korrosion und möglichen Kälteschäden bei Pflanzen finden Sie Infos. >>> Preisliste.
Während früher z. B. Spalierobst noch an kupfernen Rankdrähten wuchs, wird heute zumeist verseilter Edelstahldraht ("Drahtseil") verwendet, weil dieser selbst bei größerem Durchmesser noch biegsam und flexibel ist. Es gibt gigantische Rank-Anlagen mit 16-mm-Seilen, FassadenGrün aber konzentriert sich auf Edelstahlseile DS 00000 in den Stärken von 2, 3 und 4 mm. Stahlseile können in der Fassadenbegrünung zurücktreten und die Pflanze in den Mittelpunkt rücken. Mit ihren glitzernden, grazilen Linien sorgen sie für überraschende Effekte, und Kletterpflanzen halten sich gern an der geriffelten Oberfläche fest. Zudem sind Drahtseile unschlagbar flexibel, denn anders als vorgefertigte Gitter passen sie sich an, und für jede Situation lässt sich eine Anordnung finden! Befestigungen erfolgen nicht an vorgegebenen Gitterpunkten, sondern werden als Wandhalter den Gegebenheiten angepasst. Drahtseile sind auch eine saubere Lösung: Verschmutzung, Algen- und Moosbildung sind hier kein nennenswertes Problem.
Für Anwender, die sich ihr Seilsystem selbst zusammen stellen, bietet FassadenGrün auch Stäbe RS 04100 aus 4 mm starkem Edelstahldraht an. Sie besitzen gegenüber Seilen eine gewisse Steifigkeit können ergänzend in Seilsysteme eingebaut werden, z. B. um diese zu verdichten. Durch eine solche Verringerung der "Maschenweite" können manche Pflanzen wie Clematis besser klettern.
FassadenGrün verkauft neben Drahtseil auch Edelstahldraht DR 01220 mit 1,2 mm Stärke. Warum? Obwohl heutzutage in fast allen Fällen besser Seil statt Draht verwendet wird, kann an untergeordneten Standorten eine Lösung mit Draht preiswert und sinnvoll sein, z. B. bei der Bespannung kleiner Wandfelder, wo die Draht-Enden dann direkt in Krampen, Ösen o. ä. "verrödelt" werden und damit Seilklemmen usw. entfallen.
Sind einfache, verzinkte Seile und Wandhalter nicht ebenso geeignet wie Edelstahl? Ja, und zwar, wenn es um eine preisgünstige, kurze Freude geht. Es handelt sich bei solchen Kleinteilen meist um eine galvanische, also dünnschichtige Verzinkung, nicht um eine dickschichtige "Feuerverzinkung". Unter einer Begrünung kommt es - zusammen mit verlangsamter Abtrocknung und organischen Absonderungen - zu elektrolytischer Korrosion. Bald ist die Verzinkung aufgelöst und Rostfahnen bilden sich...
Mitunter ist zu hören, dass Edelstahldraht "kalt" sei und bei Rankpflanzen zu Schäden führen. Bei den Millionen Weinreben, die problemlos Winter für Winter an Metalldrähten überdauern, ist das Problem nicht bekannt. Bei 10 Grad minus sind Pflanze und Metall gleich kalt, denn die Pflanze hat keine Eigenwärme. Sie schützt ihre Zellsäfte durch eingelagerten Zucker vor Eisbildung und Erfrieren. Auch ein "Aufheizen" im Sommer ist eher nicht möglich, weil die glitzernden Stahlseile das Licht reflektieren.


