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Standort und Lage

Kletterpflanzen, Rosen, Reben und Spalierobst haben bestimmte Lageansprüche. Hier finden Sie eine Beschreibung von Faktoren, die für eine Wandbegrünung in Mitteleuropa wichtig sind. Anhand dieser Informationen können Sie vor einer Pflanzung Ihre "Lage" beurteilen, Kletterpflanzen auswählen oder ggf. Faktoren verändern, damit eine gewünschte Pflanzenart am nicht optimalen Standort trotzdem Fuß fassen kann.

Für die an einer Wand entstehenden Temperaturwerte ist die Wandfarbe wichtig. Dunkle Wände erhitzen die aufsteigende Luft sehr stark.
Bei hellen Wänden können die Pflanzen das Licht stressfreier nutzen, da durch die Wandreflexion auch rückwärtige Blätter noch "gespiegeltes" Licht erhalten und besser assimilieren.
Ein großer Dachüberstand wird zunächst als "Schutz" für eine Hausbegrünung gesehen, die Bodenzone aber erhält hier oft nur sehr wenig Wasser.
Hier sind 4 jeweils ca. 7 m hohe Rankfelder mit Knöterich im Frühherbst an einer Ostwand zu sehen. Die Pflanze hinten links liegt im Halbschatten und hat weniger Hitze zu ertragen, sie ist noch sattgrün und dichter belaubt.
Für diese Wand beginnt von rechts gerade die tägliche Sonnenbestrahlung und dauert ca. 6-7 Stunden. Der linke Gebäudeflügel sorgt für zusätzlichen Windschutz. Bäume wie hier mindern oft Besonnung, besonders im Frühling und Spätsommer (bei niedrigem Sonnenstand).
Den "Backofen"-Effekt machten sich Obstbauern über Jahrhunderte zunutze, indem sie künstliche "Talut-Mauern" schufen.
Hohe Begrünungen sind stärker dem Wind ausgesetzt als niedrige. Das ist bei der Wasserversorgung zu beachten!
Pflanzstellen an Wänden und Häusern sind meist extrem trocken - gut für das jeweilige Fundament. Oft aber ist es günstig, Pflanzgruben mit 0,5 bis 1 Abstand vom Haus weg anzulegen, damit später ohne Rücksicht auf das Gemäuer bewässert werden kann.
© Fassadengrün 2012